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Also nur 20% Gold und Aktien. Und der ganze Rest?
Das finde ich auch immer so unverständlich, wenn schlaue Experten im Fernsehen raten: "Vergeßt das Gold nicht: 10% gehören in jedes Depot!"
Und was bitte ist mit dem Rest?? Das sagen sie dann nie dazu. Wenn ein Experte mir rät, 10% in irgendwas zu investieren und nicht dazu sagt, was ich seiner Meinung nach mit dem Rest machen soll, dann will dieser Experte keine Verantwortung für seinen Rat übernehmen. Das ist die Haltung: "Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht naß".

Erst mal sollte man verstehen, daß Du Dein Geld immer "angelegt" hast. Ganz egal, was Du machst. Cash ist nämlich auch eine Anlage!
Eine Anlage des Vermögens in die Anlageform Bargeld. Da denken die Leute: mehr als 10% Aktien will ich nicht, das Risiko ist mir zu hoch. Das ist in den Köpfen drin. Sie realisieren aber nicht: Cash ist mindestens genauso riskant! Anleihen sowieso. Und das sind oft genau die Krall-Jünger, die im Herbst den Zusammenbruch unseres Finanzsystems erwarten.
Wie können sie dann soviel ihres Ersparten in geldnahen Anlageformen wie Anleihen oder gar Cash halten, wenn sie gleichzeitig erwarten, daß morgen die Banken alle pleite gehen oder Währungsreform kommt? Oder die Megainflation? Das ist mir schleierhaft.

Bei mir ist das so: abgesehen von Immobilien und Sachwerten habe 40% in physischem Gold und mehr als 50% in Aktien. Anleihen null und cash nur eine kleine Reserve, um letzte Investitionen zu tätigen, wie z.B. der ÖL long oder mal sehn ob sich noch etwas anderes ergibt. (Und natürlich für den täglichen Verbrauch ist immer etwas cash da. Wenn der Handwerker kommt, will ich nicht gleich eine Aktie verkaufen müssen).
Natürlich noch Lebensversicherungen, aber die investieren bei mir auch in Aktien weltweit.
Anleihen hatte ich in meinem ganzen Leben noch nicht, außer einmal in Form eines Anleihefonds (schon vor Jahren liquidiert).
Dabei bin ich noch gar nicht mal ein Krall-Jünger. Dann hätte ich nämlich Fremdgeldanleihen im Ausland. Aber so schwarz sehe ich die Situation nicht.
Ich denke nur: er gibt derzeit nichts besseres als Aktien und Gold. Bei Krypto und so kenne ich mich nicht aus und das wäre mir dannwirklich zu riskant.
Du hast leicht reden. Kennst dich gut aus und weißt auch, worauf es ankommt. Ich bin da noch sehr vorsichtig. Klar kann man noch in Aktien oder Gold aufstocken, aber ich habe noch andere Wünsche vor Augen. Eventuell eine kleine Wohnung wenn möglich. Ich brauchte immer schon ein wenig mehr Zeit als andere um mich zu vergewissern nichts falsch zu machen. Schnell geht bei mir gar nichts, damit habe ich keine gute Erfahrungen gemacht. Meist schlafe ich ein paar Tage über Dinge die ich als nächstes tun möchte, lese viel darüber und entscheide dann.