Mal kurz etwas zu Salomon:
[Links nur für registrierte Nutzer]Salomon war Teil eines Freundeskreises, dessen Mitglieder sich in den gemeinsamen Gesprächen regimekritisch äußerten. Zu diesem Kreis gehörten auch Arvid Harnack und Harro Schulze-Boysen, die später einen Teil der von der Gestapo zusammenfassend als „Rote Kapelle“ bezeichneten Widerstandskreise bildeten. Da seine Lebensgefährtin Ille Gotthelft, die mit ihm als zwanzigjährige Literaturstudentin ein Liebesverhältnis eingegangen war, Jüdin war, zogen sich die Salomons aus diesem Freundeskreis zurück.[19] Ille Gotthelft galt nach den Nürnberger Gesetzen von 1935 sogar als „Volljüdin“. Salomon schützte sie vor der Verfolgung, indem er mit ihr zusammenzog und sie als seine Ehefrau ausgab. Diese unterstützte die Täuschung durch den Verzicht auf eine Ehescheidung. Als Ernst Rowohlt trotz gesetzlicher Verpflichtung seine jüdischen Verlagsmitarbeiter nicht entließ, ging Salomon 1934 ein Scheinarbeitsverhältnis im Verlag ein. Er meldete sich statt eines jüdischen Lektors bei der Reichskulturkammer an. Als später aufflog, dass Rowohlt jüdische Lektoren beschäftigt hatte, war dies einer der Gründe der Schließung des Verlages und der Emigration Rowohlts im Jahre 1938.
Ich halte v. Salomon bedingt durch seine Biographie, und "Der Fragebogen" ist ein autobiographisches Werk, für einen durchaus glaubwürdigen Zeitzeugen. Warum sollen die Amis keine Armbanduhren geklaut haben?![]()




Mit Zitat antworten
