Zitat Zitat von Suppenkasper Beitrag anzeigen
Ich versuche das kurz sachlich auseinanderzusetzen. Ob es "eine jüdische Weltverschwörung" gibt, und inwieweit diese innerhalb (und außerhalb) der damaligen Kriegsgegner wirksam war und bis heute ist, das ist eine Sache, die zu beurteilen sich schwierig darstellt, da es sich ja um eine "Verschwörung" handelt, deren Taten mit Sicherheit nicht in alle Welt hinausposaunt werden. Dass die Juden in Deutschland vor 1933 und in den Ländern der Kriegsgegner auch danach, und bis heute, einen, ihrem Anteil an der Bevölkerung völlig unangemessenen Einfluss besitzen (und in der Nachkriegs-BRD sowieso), vor allem wenn es um die Manipulation der Finanz- und Kapitalmärkte und damit des Kapitalflusses (weniger der Realwirtschaft) sowie der Massenmedien und damit der öffentlichen Meinung (damals vor allem "die Presse") steht hingegen völlig außer Frage und ist heute durch einen simplen sehr kurzen aber bitte informierten Blick darauf, wem beispielsweise in den USA die großen Medienanstalten und die Tagespresse gehören, und wer dort welche Banken kontrolliert, einwandfrei zu belegen. Ich persönlich denke es ist wie immer viel zu kurz gedacht, alle Juden über einen Kamm scheren zu wollen.

Die nationalsozialistische Weltanschauung ging primär davon aus, dass die gesamte Geschichte eine Geschichte von Rassenkämpfen sei (so nachzulesen in "Mein Kampf"). Das ist in der ursprünglichen Form ein ähnlicher Unfug wie die marxistische Fantasterei vom "Klassenkampf" und wurde später auch weitgehend revidiert, was aber kaum jemand weiss, weil die meisten weltanschaulichen Schriften des späteren Nationalsozialismus auf dem Index stehen und auch online kaum abrufbar sind, und all das in der offiziellen Geschichtsschreibung unterschlagen wird.

Das, was Hitler die jüdische, jüdisch-bolschewistische oder sonstige "Verschwörung" nannte, existiert in den Köpfen bis heute. Sie findet sich unter Begrifflichkeiten wie "NWO", "Illuminaten", "Kabale" in nahezu allen sogenannten "Verschwörungstheorien" die in den letzten Jahren populär wurden und es bis heute sind, nur sieht man - ironischerweise sind ja auch die Verschwörungstheoretiker vom Fluch der "political correctness" nicht unberührt geblieben - meist davon ab, die Ethnie desLöwenanteils der präsumtiven Hauptverschwörer klar zu benennen.

Jedenfalls: Hitler stellte keinen Strohmann auf, das hatte er auch gar nicht nötig, um den Deutschen beispielsweise den Krieg gegen Polen zu verkaufen hätte es solche Argumente überhaupt nicht gebraucht. Sondern es war sein ernsthafter und tiefinnerster Glaube dazu berufen zu sein, gegen genau diesen Feind zu kämpfen, für die Freiheit Deutschlands, Europas und letztlich der gesamten Menschheit.

Das mag Wahnsinn gewesen sein, das mag exakt so gestimmt haben. In jedem Fall ist es in seinem persönlichen Glaubens- und Wertesystem, und innerhalb der nationalsozialistischen Weltanschauung insgesamt, ein Axiom, von dem er niemals abgewichen ist bis zu seinem Tod. Sein Handeln und auch die Worte seines politischen Testaments sind daher nur konsequent. Hitler hatte kein gesteigertes Interesse daran Griechenland oder Nordafrika zu erobern. Er hatte aber ein vitales Interesse daran die Macht dieses Feindes für alle Zeiten zu brechen, sei dieser nun "real" oder "imaginiert", das spielt für sein Denken und seine Handlungen keine Rolle.
Kannst Du mir (ggfs per PM) Literatur nennen? Vielen Dank im Voraus