Zitat Zitat von Parabellum Beitrag anzeigen
Selbst wenn sie gewollt hätten, wäre kein Gegenwert in Form von Waren vorhanden gewesen. Die zwischen 1939 und 1943 allein bei den Sparkassen angesparten 40 Mrd. Reichsmark dienten letzten Endes nur als Gegenposten zu den Schulden des Reiches und verpufften im Zuge der Währungsreform 1948. Zwischen 1950 und 1954 betrugen die Sparvermögen der Bevölkerung weniger als 1/5 der obigen Summe (in DM), eben weil das Geld nun auch wieder ausgegeben werden konnte.
Aber ja, das Sparverhalten dieser Generation war noch ganz anders. Man war genügsam, nicht dem Konsumwahnsinn ausgesetzt und bekam bei der Bank auch noch einen ordentlichen Zins.
Das stimmt schon. Aber trotzdem trauten sich die Nazis nie dem Volk die Konsumtion zu verweigern.

1943 produzierte Deutschland u.a.:

4,4 Millionen Scheren
4.800 Tonnen Haarwasser
4 Millionen Meter Babywäsche
7 Millionen Hausschuhe und Turnschuhe
184.000 Tonnen Haushaltskeramik
150.000 Heizkissen
1 Million Klosetts
120.000 Schreibmaschinen
3.600 elektrische Kühlschränke
300.000 Stromzähler


Quelle: Milward, Die deutsche Kriegswirtschaft, Stuttgart 1966, S. 96 ff.

Das ist ein Grund warum sie den Krieg verloren.
Die Sowjetunion und auch England konnten ihrer Bevölkerung viel mehr zumuten, da im Kampf gegen das Böse, die Menschen zu Opfern bereit sind, während die Nazis ein Raubkrieg propagierten.