Zitat Zitat von Mütterchen Beitrag anzeigen
Ja, man muss kein Experte sein, um die Zukunft kritisch zu sehen.

Insolvenzexperte zu Corona-Hilfe
Die Pleitewelle kommt nach der Krise


Theoretisch sollen die Unternehmen Einnahmeausfälle in den kommenden Monaten durch die versprochenen Liquiditätshilfen überbrücken. In der Praxis weiß ich aber von meinen Mandanten, dass ihre Hausbank noch gar nicht weiß, wie die Auszahlung dieser Darlehen geregelt werden soll. Außerdem reicht das Personal kaum, um die riesige Zahl von Anträgen schnell genug zu bearbeiten. Und schließlich geht es bei den Hilfen ja um Darlehen, um Schulden, die irgendwann zurückgezahlt werden sollen. Dabei ist ja die Frage, wie Unternehmen, die zu normalen Zeiten gerade so über die Runden kommen oder vielleicht einen kleinen Gewinn erwirtschaften, einen riesigen zusätzlichen Schuldenberg abtragen sollen.
Dann ist die Pleitewelle nur aufgeschoben?

Es könnte gut sein, dass sich viele Unternehmen am Ende der Krise angesichts der angehäuften Schulden überlegen, sich zur Entschuldung durch ein Insolvenzverfahren zu sanieren...





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So eine Pleitewelle hat doch auch etwas Gutes. Da wird sich z.B. die Spreu vom Weizen trennen. Es machen sich ja viele Menschen selbstständig, auch im Handwerk, als Solo-Unternehmer. Diese Menschen denken aber leider nicht weit genug und bringen den "Markt" mit ihren Billig-Angeboten und Lohndumping durcheinander. Das geht so lange gut wie Arbeit vorhanden ist, aber mit ihren Preisen können diese Solo-Unternehmer keine Rücklagen bilden und kommen bei einem Auftragseinbruch schnell ins Minus. So gesehen haben die in der entsprechenden "Ausbildung" oder "Weiterbildung" nicht aufgepasst und schreien jetzt nach dem Staat.