Italiens Corona-Epidemie:
Die München-Theorie um „Patient null“
Professor Massimo Galli, Chef der Abteilung für Infektionskrankheiten in der Klinik „Luigi Sacco“ in Mailand, ist überzeugt davon, dass Italiens „Patient null“, der das Coronavirus in den Norden des Landes eingeschleppt hat, aus Deutschland gekommen sei. Konkret: Es müsse ein Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto aus Stockdorf bei München gewesen sein.
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... in Bergamo und Brescia sind inzwischen gut achtzig Prozent der in den Kliniken zur Verfügung stehenden Betten zur intensivmedizinischen Betreuung von Coronavirus-Patienten belegt. Und jeden Tag kommen neue hinzu, die intensivmedizinisch betreut und künstlich beatmet werden müssen. Insgesamt verfügt die Lombardei über 1200 Klinikbetten für Intensivpatienten, 924 davon waren am Montag von Coronavirus-Patienten belegt.
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issenschaftlern und auch Politikern geäußerte Verwunderung darüber, dass zwar in Deutschland ebenso wie in Spanien und Frankreich die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten zuletzt in die Höhe geschnellt sei, dass dort aber angeblich viel weniger Menschen an der durch das Virus verursachten Lungenkrankheit stürben als anderswo. So meldete Spanien bis Sonntag fast 300 Todesfälle bei knapp 9000 Erkrankungen, Frankreich rund 130 Tote bei 5400 Infizierten – aber Deutschland nur 16 Tote bei rund 6500 registrierten Erkrankungen. Während die Deutschen die Zahl der Todesfälle „kleinrechneten“, protzten sie mit den 550 Milliarden, die sie zur Stützung der eigenen Volkswirtschaft vorhalten könnten, heißt es in Italien.
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