10.11 Uhr
Konzertabsagen, Theater zu: Künstler vor Finanz-Kollaps
Den Kulturbetrieb treffen die Schließungen von Veranstaltungsorten hart. Laut Berliner Clubcommission sind allein in der Hauptstadt 9000 Mitarbeiter und circa 20 000 Künstler betroffen. Es seien erste Maßnahmen eingeleitet worden, um die Liquidität aufrechtzuerhalten. Ohne öffentliche Hilfe werde es aber nicht gehen.
Angesichts der Situation rufen namhafte Künstler zu Solidarität mit weniger bekannten Kollegen auf: „Da immer weniger Leute Bücher kaufen und Musik fast nur noch gestreamt wird, ist das Live-Geschäft für ganz viele Kunstschaffende zur Haupteinnahmequelle geworden“, schrieb etwa Cartoonist Ralph Ruthe (47) bei Facebook. „Für sie (und die Veranstalterinnen und Veranstalter) entscheidet oft jedes einzelne Ticket, ob sie in diesem Monat die Miete bezahlen können. Als Freiberufler bezahlt dir niemand einen Verdienstausfall, du sorgst komplett für dich selbst.
Daher meine Bitte: solltet ihr Karten gekauft haben für eine Show, die nun leider ausfällt und sollte es für euch finanziell machbar sein, verzichtet bitte darauf, das Geld dafür zurück zu fordern. Wenn euch die 20 oder 30 Euro nicht weh tun, verlangt sie nicht zurück.“