Zitat Zitat von Gärtner Beitrag anzeigen
Die strikte Trennung von Staat und Kirche ist ein Gebot Jesu. Nur eine Kirche ohne staatliche Zwänge und Verpflichtungen kann wirklich glaubhaft Tod und Auferstehung des Herrn verkünden und die Frohe Botschaft von der Erlösung der Welt. Das Reich Gottes kommt sehr gut ohne katholische Rundfunkräte aus.

Die vielfältige Verflechtung der Kirche mit staatlichen Stellen und ihre bizarre Bürokratisierung - man denke, es gibt sogar ein katholisches "Zentralkommitee" - lähmen und verdunkeln den Geist Christi. Man denke an die kritischen Worte von Papst Franz über die satte, aber scheintote deutsche Gremienkirche, man erinnere sich an das Wort von der notwendigen Entweltlichung der Kirche, das Papst Benedikt geprägt hat.
Zu Deinem Beitrag paßt dieser Artikel ja sehr gut!
Hier wird die Hand in die Wunde der staatskirchlischen Verlogenheit gelegt:

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Epoch Times18. July 2018 Aktualisiert: 19. Juli 2018 8:12

"Wo ist Ihre, verehrte Eminenz, Unterstützung der größten zivilisatorischen Errungenschaft des modernen Deutschland in der Form des 'demokratischen Rechtsstaates?'" Willy Wimmer wendet sich an Kardinal Marx als Antwort auf dessen Interview in der ZEIT: ''Zu der Frage, was geht und was nicht geht''.

Eminenz,

was soll ich davon halten, daß Sie als Gast bei der zu einer jährlichen Kriegskonferenz mutierten Münchener Sicherheitskonferenz für jeden Betrachter unübersehbar als Ehrengast anwesend sind und den dort auch jährlich versammelten deutschen, angelsächsischen und allgemein internationalen Kriegstreibern nicht die Leviten lesen für ihr schändliches Tun?

Wo waren Ihre persönlichen Worte oder die der von Ihnen vertretenen Deutschen Bischofskonferenz gegen die völkerrechtswidrigen Kriege der NATO seit dem ordinären Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien im Jahre 1999 und die nachfolgenden Mordzüge von Afghanistan über den Irak, Syrien, Libyen bis hin zu anderen Staaten?

Ganze Nachbarstaaten von uns wurden durch die amerikanische NATO-Führungsmacht unter den Präsidenten Clinton, Bush den Unsäglichen und Obama in die Steinzeit zurückgebomt.

Und Ihr, verehrte Eminenz, Wort dagegen? Fehlanzeige und stattdessen Vollpräsenz unter den uns allen seit 1999 und dem Angriff auf eine europäische Stadt-Belgrad eben- sattsam bekannten Kriegstreibern in einem wohltemperierten Sitzungssaal.

...

Sie, Eminenz, wissen doch über Ihre Amtsbrüder aus Afrika am besten Bescheid über die verzweifelte Lage von Millionen Menschen in diesen geschundenen Agrargesellschaften, wo multinationale Konzerne Afrika regelrecht plündern und fremde Staaten sich die landwirtschaftliche Fläche unter den Nagel reißen.

Den Menschen in Afrika wird jede Hoffnung genommen und diejenigen, die Ihnen helfen müßten, schweigen nachdrücklich.

Wo waren die deutschen Bischöfe, als europäische Regierungen, darunter die von Bundeskanzlerin Dr. Merkel, für die Flüchtlingslager in Nah- und Mittelost die Finanzbeiträge zusammengestrichen haben und den Menschen die Alternative: Tod oder Migration nach Europa blieb?

Wo ist Ihre, verehrte Eminenz, Unterstützung der größten zivilisatorischen Errungenschaft des modernen Deutschland in der Form des „demokratischen Rechtsstaates“, der es Regierungen verbietet, sich über das Gesetz zu erheben?

Es war doch nur ein Steinwurf entfernt von Ihrer Residenz, daß ein Ministerpräsident des Freistaates Bayern von einem „Unrechtsstaat“ gesprochen hat und ein ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht von einem „offenkundigen Rechtsbruch“, wenn die öffentlichen Berichte darüber zutreffend sein sollten.

Wo ist Ihr Einwirken auf Ihre Amtsbrüder in den USA, die dortige Regierung von ihren mörderischen Kriegen seit Jahrzehnten abzuhalten und den Opfern amerikanischer Kriege wenigstens die Aufnahme als Flüchtlinge zu garantieren? Es gibt aus meiner Sicht genug Anlaß, die Dinge umfassend zu bewerten.