Du meinst "militärisch schwach"?
Ja, aber dieses Regime ist nicht so unbarmherzig und eisern wie etwa das in dem mit den USA verbündeten Saudiarabien. Ich habe Iraner kennengelernt, die dem Schah den Rücken kehrten und solche, die sich von den Mullahs verabschiedeten. Dass Khomeini Unterstützung in der Bevölkerung fand, lag am korrupten, dem Westen hörigen Schah-Regime. Was dann kam, war nicht das, was sich viele Iraner gewünscht hatten, aber der aktuelle Widerstand, der sich den Mullahs entgegenstellt, ist vom Westen initiiert, damit die bösen Mullahs auch böse bleiben und der Iran als Schurkenstaat dasteht.
Der Iran wird vom Westen einschließlich Israels bedroht, weil er geopolitisch und geostrategisch äußerst wichtig ist, aber er ist nicht so leicht zu knacken wie die Länder des verlogenen "arabischen Frühlings". Die Strategie ist schon so ausgelutscht, dass sie leicht zu durchschauen ist. Dazu gehört auch, dass sich Israelis bedroht fühlen.
Klar! Der Iran ist dabei, Syrien dem Erdboden gleichzumachen, nicht?
Wer hat denn in Syrien die Revolution losgetreten? Das leugnen die Amis schon nicht mehr, ähnlich wie bezüglich der Ukraine. Und der Islamische Staat im Irak und in Syrien (ISIS) ist auch längst als US-Initiative entlarvt, worauf Hillary Clinton noch stolz ist, die aber nun nicht als PROTUS die Früchte ernten kann. Es war bemerkensert, dass diese Dschihadisten Israel nicht angriffen aber an dessen Grenze medizinische Hilfe fanden.
Dieser Einflusskorridor, den ISIS auswalzte, war eher für Israels Ambitionen dem Iran gegenüber gedacht als umgekehrt. Wann war denn der Iran expansiv? Man musste schon vor Jahren einen Satz aus einer Rede Ahmadinejads falsch übersetzen, um ihm Angriffspläne auf Israel unterstellen zu können. Aber es lief nicht wie vorgesehen, weil sich Putin einmischte und weil Clinton nicht gewählt wurde, und jetzt steht dem Iran dieses Gebiet für seine Verteidigung zur Verfügung.
Wenn es gewollt ist, finden immer Waffen in den Libanon. Das Bedrohungsszenario, aus dem Israel heraus agieren kann ist schließlich erwünscht, wie in 69 Jahren immer offensichtlicher wurde. David Ben Gurion ließ zu seiner Zeit einige recht offene Bemerkungen fallen.




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