Zitat Zitat von OneDownOne2Go Beitrag anzeigen
Erlaubt ist, was gefällt. Wobei wir schon darüber streiten könnten, wie ausgeprägt deine Neutralität in dieser Frage ist, aber was brächte das? Am Ende, das sagte ich ja schon, ist die Vorgeschichte unbedeutend, sie dient immer nur zur scheinbaren Legitimation. Geschichte kennt nur faktische Sieger, keine moralischen, und da macht auch dieser Konflikt keine Ausnahme.

Da nicht zu erwarten ist, dass Israel über Nacht verschwindet, und ebenso nicht, dass die Gegenseite ihren sinnlosen, dilettantischen "Freiheitskampf" aufgibt, wird letztlich alles beim Alten bleiben, und das ist - in einer Welt, die scheinbar jeden Tag verrückter und unberechenbarer wird - zumindest auch irgendwie beruhigend.
Ich halte den Zionismus für eine der langfristigen schweren Bedrohungen Deutschlands. Im sog. erwachten Islam (falls man die Palästinenser da überhaupt einschließen will) sehe ich eine Art Golem. Daraus habe ich nie einen Hehl gemacht. Insofern gibt es bei der Gewichtung der Feinde Deutschlands für mich im engeren Sinne keine Neutralität.

Diese "Neutralität" bezog sich darauf, dass es gemeinsame deutsche Interessen weder mit der palästinensischen, noch mit der zionistischen Seite gibt. Wenn das zionistische Dilemma eine weitere Scheinlösung dadurch sucht, auch noch den Iran zu zerstören, stehe ich klar gegen dieses paranoide Dominoprinzip. Auch daraus mache ich kein Geheimnis. Meine "Neutralität" hat selbstverständlich Grenzen, die ich nirgendwo verschweige.