Zitat Zitat von BlackForrester Beitrag anzeigen
Diese Meinung wirst Du wohl im Sozialismuslager alleinseligmachend haben - der Leistungsgedanke und Sozialismus schleßen per Definition komplett sich aus.

Auch die Mär der Chancengleichheit - es hat noch keiner Volkswirtschaft am Ende genutzt, wenn man den "Leistungsstarken" einbreumst, damit der "Leistungsschwache" nicht abgehängt wird - genau das ist nämlich das Ergebnis von "Chancengleichheit" am Ende.

Dass ein Markt wie eine Gesellschaft nicht regellos funktioniert - diese Erkenntnis hat sich in Teilen der liberalen Welt durchgesetzt und dadurch hat sich der Neoliberalismus entwickelt - mit der Erkenntnis, man muss einen Markt nicht zwingend regulieren, aber man muss den Marktteilnehmern eindeutige Regel vorgeben, welche für ALLE gelten und eine Marktmacht des Einzelnen oder der Wenige verhindern.

In einer neoliberalen Welt gäbe es also weder "systemrelevanten" noch "marktbeherrschende" Unternehmen, denn sobald Unternehmen in solch eine "Machtposition" käme es zu einer Aufspaltung - solcherlei Unternehmen entstehen nur in einer dem Kapitalismus oder Sozialismus frönenden Gesellschaftsordnung.
Ich hab nichts gegen den Leistungsgedanken, nur kommt auch Dein Neoliberalismus ohne den Staat nicht aus, weil dann jede Kontrolle verloren geht, denn es braucht wo auch immer gesetzliche Regelungen, sonst endet das ganze in Chaos und Anarchie ...Außerdem braucht ja gerade der Neoliberalismus den Kapitalismus als Grundlage und Funktionsmodell, ansonsten kein freier Markt ...