Zitat Zitat von brain freeze Beitrag anzeigen
Nur mal als Anregung: Kann man nicht eher sagen, daß der sog. Bolschewismus (ohnehin ziemlich unscharfer Begriff) die Konsequenz der Menschenrechte ist, also Erbe der frz. Revolution, der Demokratie? Gleichheit mußte logisch zur Gleichstellung des dritten Standes führen und damit in der Folge auch des vierten Standes. Beide Stände sahen sich als Garanten von Gleichheit und beanspruchten folglich die Macht. Sie wollten beide "wahre" Demokratie, der vierte Stand mittels offener Diktatur, der dritte bevorzugt die verdeckte (inzwischen schlägt auch sie im Westen in eine mehr oder weniger offene um, der bürgerliche Rechtsstaat erweist sich als Illusion).

Haben die Franzosen gesellschaftliche Gleichheit erfunden? Natürlich nicht, Athen zeigt besonders in seiner Phase des Zenits und anschließenden Niedergangs das verzweifelte Ringen um Definition von Gleichheit und wer in der Demokratie mitspielen darf. Da gabs keinen Christus, das Christentum als hellenistisches Kulturgut (jüdisch verpackt) kam sehr viel später.
Die Franzosen haben öffentlich geköpft, die Russen haben im Keller der Lubjanka pausenlos in Genicke geschossen, die hatten es nicht so mit großem Tamtam.
Vielleicht waren sie auch einfach zu dämlich eine Fallschwertmaschine zu bauen.
In der DDR war das alte Ding auch immer kaputt und klemmte, da haben sie wieder die Walther genommen ab 1968.