Zitat Zitat von Helleboy Beitrag anzeigen
Eine ähnliche Fragestellung gab es mal in einem anderen Forum, und man meinte dort zu dem (wissenschaftlichen) Schluss zu kommen, dass dem so sei.

Aber ist das wirklich so? Gibt es dazu irgendwelche brauchbaren Studien? Woran kann man "Schlauheit" oder "Blödheit" festmachen? Sind am Ende eigentlich alle schlau, nur der Zeitgeist definiert was als schlau anerkannt wird?

Entgegen der allgemeinen Meinung hier, bin ich übrigens kein "Linker". Die ersten hundert Schmähantworten gegen mich als "Linkem" gehen also ins Leere. Der Strang versteht sich auch nicht als Provo, weil es mich durchaus interessiert, wie dieses - ich sag mal vorsichtig - 'eher rechts' stehende Forum dazu meint.

Gibt es vielleicht generalisierte Trends (Jugend eher links, Alter eher rechts), oder Propaganda, die das Bild verzerrt?

Um darauf eine vernünftige Antwort geben zu können, müsste man erst mal definieren, was "links" und "rechts" sein soll ?!?!?

Aber nach einem langen Leben und einem Studium und Arbeiten als Akademiker kann ich dir verraten, dass ich früher den starken Eindruck hatte, dass "links" eher schlau war. Heute ist es genau anders herum.
Nun könntest du sagen: Aha, früher warst du links, jetzt bist du rechts, aber schlau warst du immer. Könnte man.

Aber ich denke, dass es eher an der Umwertung aller Werte liegt. Die ANTIFA war mal extrem links, jetzt ist sie extrem rechts und ein Staatsjugendverband mit großer Sympathie für Pharmakonzerne. Einmal um 180° gedreht.
Und DAS kann man auch anderswo wunderbar nachweisen: Die GRÜNEN mal extrem links, heute fett und satt und etabliert und Statthalter des status quo und damit "rechts" bis zum Anschlag. Man sieht es an den Gegenden, wo sie stark sind. Nur in den Lagen mit wahnsinnig teuren Immobilien, egal ob Villenviertel am Stadtrand oder Innenstadtviertel mit sanierten Altbauten.

Ich behaupte auch, dass das "links" von früher mit dem "links" von heute nur noch den Namen gemeinsam hat. Da endet es.

Wenn du dich da mal schlau machen möchtest. Sarah Wagenknecht hat mit ihrem Bestseller "Die Selbstgerechten" die Dinge wunderbar auf den Punkt gebracht, den wunden.

Frühere "rechte" Spießer mit vernageltem Weltbild und stupiden Vorurteilen gibt es heute nicht mehr. Diese Sorte ist jetzt "links" und kommt sich wahnsinnig moralisch und gerecht vor, obwohl sie davon Lichtjahre entfernt sind. Das Vorbild ist der widerliche DDR-Plattenbau-Spießer, der auch ein Muster an Blödheit war, aber furchtbar progressiv und "links".