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Hm, habe ich dann mein Ziel - die Auflösung der europäischen Nationalstaaten zugunsten eines supranationalen Großeuropas - als politischen Extremismus einzuordnen? Oder folgt es nicht viel eher einer polit-historischen Stringenz, die von der kleinsten soziologischen Zelle (Familie, Sippe, Kommune, Gau, Region, Land (Nationalstaat) zur folgerichtig nächst komplexeren soziologischen Organisationsform führen muss? Mit dem Endziel einer einzigen, terrestrischen Sozialgemeinschaft unter einer globalen Führung? Gibt es vielleicht nicht auch so etwas wie einen soziologischen "Darwinismus", der ähnlich dem natürlichen seine Entwicklungen aufgrund existenzieller Notwendigkeiten vollzieht?
Also für mich ist die Entwicklung vorhersehbar: Die Welt wird zukünftig von supranationalen Hegemonialmächten dominiert, die um die Einflüsse in den jeweiligen Hemisphären konkurrieren. Wer hierbei "mitmischen" möchte, wer nicht zum Spielball außereuropäischer Interessen degradiert werden will, muss schon jetzt darauf drängen, dass die entsprechenden politischen und soziologischen Weichen gestellt werden.