User in diesem Thread gebannt : Kurti |
Nicht bezüglich Dresden aber unter den Bombardierungszielen waren auch welche die heute bekannt oder der Forschung oder Produktion verdächtigt werden, zB Oranienburg und Stassfurt. Über Oranieburg gibt es eine aktuelle Doku, glaub vom RBB. DA wurde eine Verlagerung noch Rechlin erwähnt. Das ist nicht weit entfernt vom mittlerweile abgerissenen KKW. Möglich wäre eine Vornutzung, in Rechlin wie auch in Dresden denkbar. Ich meine die Forschungseinrichtung in der Dresdener Heide, wo ja auch zu DDR Zeiten Klaus Fuchs wirkte.
Wie auch immer, der Angriff auf eine unverteidigte Stadr, widerspricht den Regeln der Kriegsführung und stellt somit ein Kriegsverbrechen dar. Dresden und etliche bombardierte Städte stehen da in einer Reihe mit Nagasaki und Hiroshima.
LG
"Und wenn wir es nicht mehr erleben werden, Vater, so wissen wir doch eins, dass es die nach uns erleben werden, nicht? Und das ist doch auch ein Trost."
(aus dem Film 'Heimkehr', 1941)
JE SUIS LONDON
Also wieder mal nichts Sachliches.
Bist ein bissl durcheinander, chaotisch in Deinem Koepfle gelle?
Unzweifelhaft war die effiziente , vornehmlich britische 'carpet bombing' deutscher Innenstaedte geplanter, absichtlicher 'Terror' der die deu. Regierung durch inneren Druck schnell zum Aufgeben des Krieges bewegen sollte. Wir sollten heute erkennen, dass alle damaligen politischen und militaerischen Fuehrungen das sog. 'obliteration bombing' als anerkanntes und zulaessiges Instrument einer Kriegsstrategie betrachteten.
Jeder Krieg stellt jedoch Terror dar. Auf der anderen Waagschale haben wir deutsche , ungezielte Bombardierungen mit massiven Schaeden etlicher europaeischer Gross/staedte= gleicher Terror. Nur, von deren Seiten hoert man keine dekadenlange Klagen und Vorwuerfe. Aus dem Grund ist das Dresden-Terror-Argument vom logischem Standpunkt her unueberzeugend , vom Standpunkt der Empfaenger des deutschen Bombenhagels ebenso.
Das Argument mit dem Exempel gehoert zu den heimgesponnenen Dresden-Mythen; Exempels hatte es bis zum 14. Feb. 1945 zur Genuege gegeben , es bestand kein Bedarf dazu. Ausserdem existiert kein einziges authentisches Dokument auf hoher Ebene zwischen den Anglos und Onkel Joe , dass ein solches 'Exempel' indikierte oder implizierte.
Sicher, schon waehrend des Krieges hatte es vom Krieg nicht betroffene und naziphile Stimmen in Britain gegeben (1), die haenderingend die Zerstoerung deutscher Staedte mit Worten wie 'obliteration bombing' und 'bombing massacre' herzzerreisend lamentiert hatten doch schon damals und spaeter als Nazipropagandasprachrohr verurteilt wurden aus dem einfachen Grund weil sie die Greueltaten der Nazis blindlings ignorierten. Dass es bei zigtausenden Air Force Besatzungen ein paaar gibt die ihre gemischten Gefuehle zum Ausdruck bringen ist eine statistische Wahrscheinlichkeit
Der flash point an dem sich die Argumente in den USA und Canada entzuendete bestand in der Determination der Trennung von Zivilbevoelkerung vs. legitimer Kriegsziele: eine Munitionsfabrik in der hundete Arbeiter arbeiten ist als durchaus legitim zu betrachten, sind jedoch die Arbeiterunterkuenfte neben der Fabrik auch legitim?
In einem Punkt stimme ich jedoch bei der Verdammung gewisser Taktiken der Englaender ueberein: der Einsatz von Bomben mit Verzoegerungszuender , diese sollten die spaeter herbeigeeilten Feuerwehrleute , Ambulanzen und Berger auch noch zerfetzen. Das empfinde ich als 'beyond the pale' , unfair und kriminell.
(1) [Links nur für registrierte Nutzer]...... [Links nur für registrierte Nutzer]
p.s. : das Vera Brittany PDF ist , glaube ich , nicht mehr im Netz. Wer interessiert ist, dem sende ich es gerne.
Sozialismus und Freiheit schließen einander definitionsgemäß aus. - Friedrich Hayek
Sprüche 1:7
Des HERRN Furcht ist Anfang der Erkenntnis. Die Ruchlosen verachten Weisheit und Zucht.
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)