Eine reflexartige Reaktion, die nicht anders zu erwarten war.
Israels Gewaltherrscher würden sich gern eine Untersuchungskommission mit Yaalon, Liebermann, Benett, Feiglin oder Weissglas an der Spitze wünschen.
In dem Punkt unterscheiden sie sich nicht von anderen Oberschurken in der Welt.
Man sollte ihnen ein Stück Holz in die Hand geben, ein rostiges Messer, wo auch noch der Griff fehlt, und dann können sie sich ihre „Untersuchungskommission“ schnitzen.
Mal sehen, was herauskommt.
Die Ermittlungsergebnisse dürften diesmal sogar noch ungünstiger für IsraHell ausfallen, als im Goldstone-Bericht von 2009. Nicht nur was die Anzahl der Massaker und Opfer unter der Zivilbevölkerung betrifft.
Dass sie 2008/09 Schulen, Krankenhäuser, UN-Einrichtungen und UN-Lebensmittellager gezielt unter Feuer nahmen, ist ja nicht neu. Aber dieses Jahr haben sie sogar noch einen drauf gesetzt, frei nach dem Motto: Es gibt nichts, was nicht noch zu toppen wäre.
So haben sie Zivilisten (mit Flugblättern) aus den Trümmern ihrer Häuser gelockt, sie zur Flucht aufgefordert, um sie dann auf UN-Gelände gezielt mit Granaten und Raketen anzugreifen.
Das war kein Einzelfall.
Obwohl, die UN-Einrichtungen klar gekennzeichnet waren und UN-Mitarbeiter mit den israelischen Truppen Kontakt aufgenommen hatten, wurden die Flüchtlinge doch angegriffen.
Alle Bemühungen und alles Flehen half nichts.
Also ein klares Kriegsverbrechen!
Ein weiteres barbarisches Verbrechen war es, einseitig eine „humanitäre Feuerpause“ auszurufen, die Bevölkerung in Sicherheit zu wiegen, und dann auf dem Markt mit Raketen in die Menschenmenge zu schießen.
Das hätten die Taliban, die Mordbanden des IS, tschetschenische Wahabiten, Boko Haram, oder El Kaida nicht besser gekonnt.
15 Tote nach israelischem Angriff auf Markt in Gaza
[...]
Bei einem Luftangriff der israelischen Armee auf einen Markt im Gazastreifen sind am Mittwoch nach palästinensischen Angaben mindestens 15 Menschen getötet und 150 weitere verletzt worden. Ziel der Attacke war ein gut besuchter Markt in Schedschaija, einem Vorort von Gaza-Stadt,...
[...]
Der Angriff ereignete sich den Angaben zufolge kurz nach dem Beginn einer von Israel ausgerufenen "humanitären Feuerpause".
http://www.rp-online.de/politik/ausl...-aid-1.4419446
Allein im oben zitierten RP-online-Beitrag sind weitere Vorfälle, klar als Kriegsverbrechen identifizierbar.
Dazu muss man kein Völkerrechtsexperte sein.
Der Untersuchungsbericht wird also sehr lang werden, sollte er zustande kommen.
Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht, - leider.
Der Bericht wird ähnlich wie der Goldstone-Bericht von 2009 für die Haupttäter und ihre Henkersknechte ohne Folgen bleiben.*
Im Gegenteil, sie werden sich hinter verschlossenen Türen kaputtlachen, über die Ohnmacht der Weltöffentlichkeit.
Und sie werden sich gegenseitig auf die Schulter klopfen und zuprosten.
Und alles wird sein wie immer.
Auf zum nächsten "Notwehr"-MaSSaker.
Der angekündigte Untersuchungsbericht, landet am Ende, in irgendeiner Schublade und dort wird er verstauben, weil:
>Wenn zwei das Gleiche tun, ist es lange nicht dasselbe<.
Wenn Israel Zivilisten massakriert, ganze Großfamilien ausrottet, Trümmerwüsten bis zum Horizont hinterlässt, ist es eben „Selbstverteidigung“.
Tun das die IS-Horden, ist es selbstverständlich Genozid.