Zitat:
Frau Ates zieht hier im Blättchen der Islamhasserin Alice Schwarzer über Muslimas und Muslime her, die ihren Glauben praktizieren und spricht ihnen ihre Überzeugung ab, ja unterstellt ihnen, dass sie ihr Verhalten nicht auf Gott ausrichten, sondern nur anderen Menschen zu Gefallen handeln. Wie auch ihre „Schwester im Geiste“, Necla Kelek, verallgemeinert sie hier schlechte Erfahrungen, die sie selber gemacht hat. Sie urteilt – dabei ist sie doch Rechtsanwältin und nicht Richterin – über andere Menschen. Trotzdem: ich will gerade darum vorsichtig sein mit meiner Bewertung. Nur Gott kann ihre Motive beurteilen. Aber die Auswirkungen ihres Verhaltens, die kann ich darlegen.
Und was kommt heraus, bei diesem ganzen Gerede um einen kleinen Gebetsraum, in dem, wie in allen „echten“ Moscheen, jeder Gläubige willkommen ist? Ein Medienhype der alle demütigen Muslime, die nur Gott fürchten und deshalb sich auch nicht verstecken mit ihrer Überzeugung, als zurückgeblieben, demokratiefeindlich und womöglich dem Terrorismus nahestehend verunglimpft. Als ob gläubige Menschen nicht sowieso schon mit vielen Schwierigkeiten in einer Gesellschaft kämpfen, die zunehmend vom Glauben an Gott abgebracht werden soll, egal ob man das auf jüdische, christliche oder muslimische Art tut! Wahrhaft Gläubige haben einen Gerechtigkeitssinn und wissen, dass das Leben mit dem Tod nicht endet, sondern dass sie Rechenschaft ablegen werden für ihre Taten, egal in welcher der großen Religionen.
Das macht sie widerspenstig gegenüber Unrecht, das auf dieser Welt geschieht und unbequem. Solche Menschen können Imperialisten und Kapitalisten nicht gebrauchen. Was dieses System will, sind stumpfsinnige Konsumenten und Arbeitskräfte, keine Persönlichkeiten die um ihren menschlichen Wert wissen und ihre Würde wahren wollen. Der Glaube an Gott macht die Menschen frei – wahrscheinlich muss man sie genau deshalb als unterdrückte, dumme und ungebildete Schafe verunglimpfen, weil ihre Freiheit womöglich ansteckend sein könnte?!