Zitat von
Unschlagbarer
Lieber Buella. Ich habe die Seiten nicht gewechselt Und die beiden Fragen (Zustände) schließen sich gegenseitig ja nicht aus. Beides ist wahrscheinlich wahr:
Die Separatisten vertreten nicht friedlich die Mehrheit eines ganzen Volksteiles und werden sicher auch von Russland unterstützt.
Das mit Faschisten vereinte Regime in Kiew ist ebenso widerrechtlich und geht unmenschlich gegen die Leute in Ostukraine vor.
Dazu kommt die Interessenlage und das daran geknüpfte Vorgehen der USA (des Pentagons) und der EU, besonders Deutschlands.
Wie also sollte der Ukraine-Konflikt gelöst werden?
Würde man mich fragen (aber mich fragt ja sonst keiner), hätte ich ein paar Ratschläge parat:
1. Ruhe bewahren, Waffen einziehen, nicht militärisch gegen friedliche Protestanten vorgehen.
2. Die Lage ehrlich analysieren, jeder soll zugeben, welche Interessen er vertritt. Lügen haben kurze Beide, früher oder später werden sie entlarvt. Auch Putin hatte bei der Krim gelogen.
3. Von unabhängigen Leuten die Rechtslage insgesamt prüfen lassen, denn man besteht ja immer auf einem sogenannten "Rechtsstaat".
4. Danach dann Abstimmungen und Volksreferenden zulassen und diese von unabhängigen (wi gibts die aber schon?) Beobachtern begleiten lassen.
5. Die Auswertung über eine künftige Position entscheiden lassen. Egal, was dabei herauskommt. Das wäre gelebte, also wirkliche Demokratie.
Welche Aussichten all das aber hätte, weißt du selber: Keine.
Leider redet auch und besonders der Westen immer davon, dass er Freiheit, Demokratie und Rechtlichkeit bringen wolle, aber dies sind alles nur vorgeschobene Gründe, wie Egon Bahr in einer Schulklasse mal sagte:
"Es geht in der Politik nie um Demokratie oder Menschenrechte, es geht immer nur um Interessen von Staaten. Merken Sie sich das! Egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt."
Und Egon Bahr muss es wissen. Er hat den Krieg erlebt, die Verträge mit Moskau damals ausgehandelt und er war lange Spitzenpolitiker.