Im Jahr 2015 trauten sich ein paar unverbesserliche Ewiggestrige ja noch, so wie Stefano Eranio, ehemaliger SerieA-Profi, Nationalspieler und späterer TV-Experte......
Hier gehts zufälligerweise auch um Rüdiger, damals kannte ihn noch kaum jemand aber Eranio meinte es ohnehin allgemein:
“Black players in the defensive line often make these mistakes because they’re not concentrated. They are powerful physically, but when it is time to think, they often make this type of error. [...] Rüdiger read the situation badly because black players are not accustomed to paying attention to certain details. If they were as detail-oriented as us, then they’d dominate the spot, because they have everything in terms of strength and technique."
Dass er danach kein TV-Experte mehr sein durfte, versteht sich von selbst. So vor ca. 10 Jahren fing es in Europa ja auch an, dass man, wie in den USA, nicht mehr nur die Beleidigung "Nigger", sondern gleich auch das neutrale Wort "Neger" politisch auflud und es fortan als unaussprechliches "N-Word" etablierte und somit die problematische Geschichte der USA zum Problem Europas machte...
Dass Eranio mit seiner Aussage recht hatte, hätte man durchaus auch empirisch belegen können, wenn man es zugelassen hätte, die Anzahl der von schwarzen Abwehrspielern erhaltenen gelben und roten Karten, mit denen der weißen Abwehrspielern im selben Zeitraum zu vergleichen und in Relation zu setzen. Aber auf so einen Gedanken kann ja eh nur ein Rassist kommen. :D
Und was Sepp Maier angeht: Der "Spaßvogel" Sepp Maier hat damals zur mehr oder weniger homogenen deutschen Gesellschaft gepasst. Jeder hat sich in den 70ern totgelacht über die frechen Streiche des Sepp Maier. Wäre das heute auch noch so? Vielleicht noch im Altersheim... Heute sähe das eher unbeholfen und mehr "gewollt als gekonnt" aus, eben weil sich ja auch der Humor der Gesellschaft geändert hat.
Insofern passt jemand wie Rüdiger (auch mit diesem Namen und der Vereinigung vieler Kulturen in seiner Person) ja durchaus zum neuen und frischen Deutschland.
Wir weltoffenen, progressiven und mutigen Gesinnungsamerikaner und -briten (ob offen oder verkappt!) haben doch nicht umsonst jahrzehntelang zu unseren Freunden aufgeschaut und danach gelechzt, endlich auch mal so interneschenell zu werden wie UKUSA....
In London und New York gibts seit über 40 Jahren schwarze Vizebürgermeister, Moscheen auf Hauptstraßen und in bester Lage oder (Sikh-)Polizisten mit Bart und Turban... und wir zurückgelassenen Rednecks aus Old Europe tun im Jahr 2024 immer noch so als sei das was Besonderes.

