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Parabellum
Bzw. man zeigte dem Reich die lange Nase und verwies auf die eigenen zusammengeklaubten Kolonien, bzw. auf die weitreichenden Landschaften und damit verbundenen Lebensräume.
Von denen ist allerdings inzwischen auch nichts mehr übrig.
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Parabellum
Es sei soviel gesagt das Herbert Friedrich Wilhelm Backe in seiner Position als Leiter des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft eine entscheidende Rolle spielte.
PS: Wusstest du schon das man den KfZ-Markt für die dt. Bevölkerung gänzlich abwürgte, indem man die Benzin-Preise künstlich drastisch verteuerte ? Auch so ein Resultat des zwanghaften Autarkie-Wahns. Benzin, was auf dem Weltmarkt damals fast nichts kostete, wurde nicht angenommen. Dem reichsdeutschen Michel stand nur der äußerst kostspielige von den IG-Farben autark produzierte Sprit zur Verfügung, der den Besitz eines KfZ endgültig unmöglich machte.
Muss ich nicht wissen, der einfache Mensch konnte sich kein Auto leisten, und die sich ein Auto leisten konnten die kamen da mit schon zurecht.
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Parabellum
Das brauchst du alles nicht. Meine Expertise ist ein Garant für Authentizität und Wahrheit. Da kannst du noch was lernen.
Eine Anmerkung zum Thema "Lebensraum".
Dieser war aus damaliger Sicht tatsächlich nur im Osten zu finden; sowohl territorial als auch ideologisch.
Es gab keinen "Landdruck" auf seiten der Landbevölkerung in den östlichen Teilen des Reiches. Ein Blick auf die Karte und das ungefähre Wissen um die Bevölkerungsdichte der riesigen Sowjetunion kann einen aber schon zu verführerischen Gedanken bezüglich einer großräumigen Landnahme bewegen. Und schon gar, wenn es dem ideologischen Klassenfeind gehört!
Der Einheit meines Großvaters wurde ganz offziell gesagt, dass jeder Ritterkreuzträger nach dem gewonnenen Krieg vom Führer ein Landgut im Osten geschenkt bekäme.
Mein Großvater war in einer Panzerjägerabteilung bei Theodor Eicke.
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herberger
Muss ich nicht wissen, der einfache Mensch konnte sich kein Auto leisten, und die sich ein Auto leisten konnten die kamen da mit schon zurecht.
Doch, der einfache Mensch konnte sich ein Auto leisten. Nur eben nicht im (teilweise selbstverschuldeten) rückständigen Deutschland. Man entschied sich eben die verfügbaren Mittel nicht dem Konsum, sondern dem Militär zuzuführen.
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Parabellum
Es sei soviel gesagt das Herbert Friedrich Wilhelm Backe in seiner Position als Leiter des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft eine entscheidende Rolle spielte.
PS: Wusstest du schon das man den KfZ-Markt für die dt. Bevölkerung gänzlich abwürgte, indem man die Benzin-Preise künstlich drastisch verteuerte ? Auch so ein Resultat des zwanghaften Autarkie-Wahns. Benzin, was auf dem Weltmarkt damals fast nichts kostete, wurde nicht angenommen. Dem reichsdeutschen Michel stand nur der äußerst kostspielige von den IG-Farben autark produzierte Sprit zur Verfügung, der den Besitz eines KfZ endgültig unmöglich machte.
Es gab keinen "zwanghaften Autarkie-Wahn".
Da fällst du wieder auf die bürgerlichen Geschichtsschreiber herein, für die es keinen Kapitalismus als geschichtliche Kategorie gibt, sondern nur Bekloppte und Wahnsinnige, Wahnsinnige und Bekloppte, genau in dieser Reihenfolge.
Ich schrieb bereits man muss den unheimlichen Mechanismus der Terms of Trade begreifen.
Agrarprogramm der NSDAP von 1930:
"1. Bedeutung des Landvolkes und der Landwirtschaft für das deutsche Volk
Das deutsche Volk deckt einen erheblichen Teil des Lebensunterhaltes durch Einfuhr ausländischer Lebensmittel. Vor dem Weltkriege konnten wir diese Einfuhr mit den Einnahmen unserer industriellem Ausfuhr, unseres Handels und unseres im Ausland angelegten Kapitals bezahlen. Die Möglichkeit hat uns der Ausgang des Weltkrieges gesperrt.
Heute bezahlen wir unsere Lebensmittel-Einfuhr in der Hauptsache mit geliehenem fremden Gelde. Dafür wird das deutsche Volk immer tiefer in die Schuldknechtschaft der kreditgebenden internationalen Hochfinanz geführt. Diese wird - bei Fortdauer des gegenwärtigen Zustandes - das deutsche Volk immer mehr enteignen. Sie kann durch Sperren des Kredits und damit der Lebensmittelzufuhr, also durch Höherhängen des Brotkorbes, vor allem die deutschen Proletarier zwingen, in ihren Dienste um Hungerlöhne zu arbeiten, oder sich als Arbeitssklaven in ausländische Kolonien verfrachten zu lassen.
Befreiung von dieser Knechtschaft ist nur möglich, wenn das deutsche Volk sich im wesentlichen vom eigenem Grund und Boden ernähren kann.
Die Steigerung der Leistung heimischen Landwirtschaft ist deshalb eine Lebensfrage für das deutsche Volk geworden."
Alfred Rosenberg, Das Wesensgefüge des Nationalsozialismus. Grundlagen der deutschen Wiedergeburt, München 1934, S. 76 f.
Online: https://books.google.de/books?id=37c...A4ngen&f=false
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Parabellum
Doch, der einfache Mensch konnte sich ein Auto leisten. Nur eben nicht im (teilweise selbstverschuldeten) rückständigen Deutschland. Man entschied sich eben die verfügbaren Mittel nicht dem Konsum, sondern dem Militär zuzuführen.
Kriegswichtige Rohstoffe waren eh immer knapp, und durch das Kompetenzgerangel innerhalb der NS-Führung neigten viele Unternehmer zum horten, wenn mal was verfügbar war.
Konsumprodukte kamen auch aus diesem Grund immer zu kurz.
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Das Deutsche Reich bevorzugte mit dem Ausland Kompensationsgeschäfte wenn es ging, Ware gegen Ware.
Das Deutsche Reich versuchte Devisen zu sparen, während die DDR ein Mangel an Devisen hatte und deswegen auch nur das nötigste einführen konnte.
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Großmoff
Kriegswichtige Rohstoffe waren eh immer knapp, und durch das Kompetenzgerangel innerhalb der NS-Führung neigten viele Unternehmer zum horten, wenn mal was verfügbar war.
Konsumprodukte kamen auch aus diesem Grund immer zu kurz.
Das kann man allerdings eher als Zustand während des Krieges bezeichnen. Die Kaufkraft war vor dem Krieg innerhalb der Bevölkerung gering, es musste faktisch alles, was über einen Konsum lebensnotwendiger Waren hinausging, staatlich subventioniert werden. Vom Haus- und Wohnungsbau bis zum Kfz (der selbst dann noch zu teuer war) und Volksempfänger.
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Parabellum
Das kann man allerdings eher als Zustand während des Krieges bezeichnen. Die Kaufkraft war vor dem Krieg innerhalb der Bevölkerung gering, es musste faktisch alles, was über einen Konsum lebensnotwendiger Waren hinausging, staatlich subventioniert werden. Vom Haus- und Wohnungsbau bis zum Kfz (der selbst dann noch zu teuer war) und Volksempfänger.
In Friedenszeiten gab es im Reich alles zu kaufen, es herrschte keine Mangelwirtschaft, alle Güter waren ausschließlich eine Preisfrage ob man sich die leisten wollte oder konnte. Selbst Auslandsreisen gab es für jedermann wenn man sich das leisten konnte, man brauchte keinem Reisekader angehören.
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herberger
In Friedenszeiten gab es im Reich alles zu kaufen, es herrschte keine Mangelwirtschaft, alle Güter waren ausschließlich eine Preisfrage ob man sich die leisten wollte oder konnte. Selbst Auslandsreisen gab es für jedermann wenn man sich das leisten konnte, man brauchte keinem Reisekader angehören.
Wohl kaum. Der zaghafte Aufschwung im Konsumgüter-Sektor wurde bereits 1935 durch das Pumpen aller Kapazitäten in die Rüstungsindustrie abgewürgt.
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Parabellum
Das brauchst du alles nicht. Meine Expertise ist ein Garant für Authentizität und Wahrheit. Da kannst du noch was lernen.
lol, grün nicht möglich
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herberger
In Friedenszeiten gab es im Reich alles zu kaufen, es herrschte keine Mangelwirtschaft, alle Güter waren ausschließlich eine Preisfrage ob man sich die leisten wollte oder konnte. Selbst Auslandsreisen gab es für jedermann wenn man sich das leisten konnte, man brauchte keinem Reisekader angehören.
"In Deutschland gab's nichts, in den Niederlanden alles und der Schmuggel blühte", berichtete mir vor ca. 1 Jahr eine hochbetagte Niederländerin, die seinerzeit in unmittelbarer Nähe der deutschen Grenze wohnte.
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Kurti
"In Deutschland gab's nichts, in den Niederlanden alles und der Schmuggel blühte", berichtete mir vor ca. 1 Jahr eine hochbetagte Niederländerin, die seinerzeit in unmittelbarer Nähe der deutschen Grenze wohnte.
Diesen Schmuggel gab es noch bis Ende der 50er Jahre.
Das war so ähnlich wie das heute mit den Zigaretten ist.
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herberger
Diesen Schmuggel gab es noch bis Ende der 50er Jahre.
Das war so ähnlich wie das heute mit den Zigaretten ist.
Bis 1940 hatten die Niederlande noch ihre Kolonien. Aus diesem einfachen Grunde waren in den Niederlanden die Kolonialwaren billig und reichlich vorhanden - im Gegensatz zu dem unterversorgten III. Reich, das derlei Güter mit den ständig knappen, harten Devisen bezahlen musste.
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Parabellum
Wohl kaum. Der zaghafte Aufschwung im Konsumgüter-Sektor wurde bereits 1935 durch das Pumpen aller Kapazitäten in die Rüstungsindustrie abgewürgt.
Die Rüstungsindustrie war ein wichtiger Punkt in Sachen Arbeitsplätze etc. Ich würde das mit der heutigen Autoindustrie in der BRD vergleichen.
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Kurti
Bis 1940 hatten die Niederlande noch ihre Kolonien. Aus diesem einfachen Grunde waren in den Niederlanden die Kolonialwaren billig und reichlich vorhanden - im Gegensatz zu dem unterversorgten III. Reich, das derlei Güter mit den ständig knappen, harten Devisen bezahlen musste.
Man könnte schon fast sagen das im 3.Reich der militärisch-industrielle Komplex vorherrschte. 60 Milliarden Reichsmark inklusive einer totalen Entblößung und Militarisierung der Wirtschaft für die Aufrüstung der Wehrmacht, damit sie sich dann in ihren Kasernen langweilen sollte ? Mitnichten, es war schon früh klar das ein zeitnaher Einsatz geplant werden musste.
Zitat:
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Deutschmann
Die Rüstungsindustrie war ein wichtiger Punkt in Sachen Arbeitsplätze etc. Ich würde das mit der heutigen Autoindustrie in der BRD vergleichen.
Ja, über 50 % des volkswirtschaftlichen Wachstums der Jahre 35-38 fiel auf die Wehrmacht zurück. 80 % an Waren und Dienstleistungen, die der Staat abnahm, wurde 1938 der Wehrmacht zugeführt. Ein gigantisches ABM-Programm, das nicht mehr auf ein normales Maß rückgebaut werden konnte.
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Parabellum
Man könnte schon fast sagen das im 3.Reich der militärisch-industrielle Komplex vorherrschte. 60 Milliarden Reichsmark inklusive einer totalen Entblößung und Militarisierung der Wirtschaft für die Aufrüstung der Wehrmacht, damit sie sich dann in ihren Kasernen langweilen sollte ? Mitnichten, es war schon früh klar das ein zeitnaher Einsatz geplant werden musste.
Ja, über 50 % des volkswirtschaftlichen Wachstums der Jahre 35-38 fiel auf die Wehrmacht zurück. 80 % an Waren und Dienstleistungen, die der Staat abnahm, wurde 1938 der Wehrmacht zugeführt. Ein gigantisches ABM-Programm, das nicht mehr auf ein normales Maß rückgebaut werden konnte.
Dazu habe ich leider keine Zahlen, aber die Rüstungsprogramme begannen m.W. schon in der Weimarer Republik. Trotzdem war die Wehrmacht bei Kriegsbeginn alles andere als gut ausgerüstet. Die Rüstungsproduktion hatte doch erst 1944 ihren Höhepunkt.
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Parabellum
Ja, über 50 % des volkswirtschaftlichen Wachstums der Jahre 35-38 fiel auf die Wehrmacht zurück. 80 % an Waren und Dienstleistungen, die der Staat abnahm, wurde 1938 der Wehrmacht zugeführt. Ein gigantisches ABM-Programm, das nicht mehr auf ein normales Maß rückgebaut werden konnte.
Die Konsequenz daraus: eine gravierende Staatsverschuldung, die langfristig nicht mehr durch nichtgedeckte Wechsel ausgeglichen werden konnte.
Es brauchte Geld und Devisen von außen.
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Kurti
Bis 1940 hatten die Niederlande noch ihre Kolonien. Aus diesem einfachen Grunde waren in den Niederlanden die Kolonialwaren billig und reichlich vorhanden - im Gegensatz zu dem unterversorgten III. Reich, das derlei Güter mit den ständig knappen, harten Devisen bezahlen musste.
Vielleicht war es ja nach 1950 der gleiche Grund, das Kaffee und Schokolade geschmuggelt wurde das war mir bekannt. Die Gründe lagen an den unterschiedlichen Preisen.
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Zitat von
Großmoff
Die Konsequenz daraus: eine gravierende Staatsverschuldung, die langfristig nicht mehr durch nichtgedeckte Wechsel ausgeglichen werden konnte.
Es brauchte Geld und Devisen von außen.
Nun diese Historiker die versuchen mit der Wirtschaft NS Deutschland zu erklären, wissen das von so etwas nur wenige Ahnung haben. Nun das Deutsche Reich bezahlte keine Schulden mehr die auf Versailles 1919 zurück gehen. Zitat des Führers "Ich habe auf Versailles keinen Eid geleistet"! Aus 7 Millionen Menschen wurden Steuerzahler statt Stütze Empfänger, wenn das nicht zu Buche schlägt.
Götz Aly ehemals Aktivist der Roten Hilfe und jetzt Historiker ist der bekannteste Vertreter der Pleite Theorie. Götz Aly macht einen kleinen Kunstgriff, er zählte die Zahlungen durch Versailles zu den Schulden des NS Staates mit zu.
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Zitat:
Zitat von
herberger
Nun diese Historiker die versuchen mit der Wirtschaft NS Deutschland zu erklären, wissen das von so etwas nur wenige Ahnung haben. Nun das Deutsche Reich bezahlte keine Schulden mehr die auf Versailles 1919 zurück gehen. Zitat des Führers "Ich habe auf Versailles keinen Eid geleistet"! Aus 7 Millionen Menschen wurden Steuerzahler statt Stütze Empfänger, wenn das nicht zu Buche steht.
Götz Aly ehemals Aktivist der Roten Hilfe und jetzt Historiker ist der bekannteste Vertreter der Pleite Theorie. Götz Aly macht einen kleinen Kunstgriff, er zählte die Zahlungen durch Versailles zu den Schulden des NS Staates mit zu.
Ich habe bewusst die Schulden aus der Zeit vor 1933 aussen vor gelassenl, sondern beziehe mich rein auf die Zeit mit Beginn der Wiederaufrüstung und den damit einher gehenden Kosten.
1939 betrug der Anteil des BSP für die Rüstungsausgaben fast 25 Prozent! Wenn man bedenkt. dass Rüstungsgüter keinen Beitrag zur Wirtschaft leisten sondern nur Geld kosten, und darüber hinaus die deutsche Wirtschaft nur durch ihren Binnenmarkt gestützt wurde, resultierte daraus eine gewaltige Neuverschuldung, die nur durch kosmetische Tricks kaschiert werden konnte.
Die sich daraus ergebenden Konsequenzen waren eindeutig:
Zitat:
Nach beinahe vier Jahren Wehrwirtschaft unter nationalsozialistischer Herrschaft waren die volkswirtschaftlichen Reserven an Rohstoffen und Nahrungsmitteln erschöpft. Der Außenhandel stagnierte, Deviseneinkünfte durch Export waren nicht zu erwarten, da die deutsche Industrie durch die Autarkiebewegung am Export gehindert wurde. Die
Aufrüstung der Wehrmacht konnte ohne zusätzliche Rohstoffe nicht in dem von Hitler geforderten Maße fortgesetzt werden. Im September 1935 skizzierte Hitler in seiner Proklamation zum
Reichsparteitag erstmals die Grundgedanken des Vierjahresplanes. Man habe sich entschlossen, „durch die Produktion eigener Werkstoffe Deutschland vom Import unabhängig zu machen.“ Als Werkstoffe nannte er „Benzin aus Kohle […],deutsche Faserstoffe, künstlicher Gummi, Erschließung eigener Ölquellen, eigener alter und neuer Erzlager“.
[34][35]
Ein Vorschlag aus der Industrie, der
IG-Farben, legte nahe, dass die defizitäre Rohstofflage durch eine gebündelte Ausrichtung aller Kräfte auf Produktionssteigerung im Lande so weit vorangetrieben werden konnte, sodass zumindest kleinere militärische Aktionen möglich wären. Die im Besitz von IG-Farben befindlichen Patente zur Herstellung von synthetischem
Kautschuk (
Buna) und zur Treibstoffherstellung aus Braunkohlehydrierung sollten dazu beitragen.
Dadurch bestärkt, verkündete Hitler beim Reichsparteitag in Nürnberg im September 1936 die Einführung eines
Vierjahresplanes. Treibende Kraft hinter dem Plan war
Hermann Göring, von dem Hitler im Sommer 1936 Berichte über die ökonomische Lage und Lösungsvorschläge für die dringendsten Probleme verlangt hatte. Göring sammelte Denkschriften aus verschiedenen Wirtschaftsbranchen, stieß mit seinen Plänen aber auf den Widerstand von Reichswirtschaftsminister
Hjalmar Schacht. Hitler diktierte deshalb vermutlich auf Anregung Görings Ende August 1936 eine
Denkschrift, die aus einem ideologischen Teil zur „politischen Lage“ und einen programmatischen zur „wirtschaftlichen Lage“ Deutschlands bestand. Letzterer stützte sich auf das von der IG Farben beeinflusste Rohstoffprogramm und lief auf teilweise Autarkie hinaus. Die maximale Erhöhung der einheimischen Produktion sollte Nahrungsimporte ermöglichen, ohne die Aufrüstung zu beeinträchtigen. Die Nation lebe nicht für die Wirtschaft, so Hitler, „sondern die Finanz und die Wirtschaft, die Wirtschaftsführer und alle Theorie haben ausschließlich diesem Selbstbehauptungskampf unseres Volkes zu dienen“. Hitler drohte: „Die deutsche Wirtschaft aber wird diese neuen Wirtschaftsaufgaben begreifen oder sie wird sich eben unfähig erweisen, in dieser modernen Zeit, in der ein Sowjet-Staat einen Riesenplan aufrichtet, noch weiter zu bestehen. Aber dann wird nicht Deutschland zugrunde gehen, sondern es werden dies höchstens einige Wirtschaftler.“ Hitler befürwortete einen Mehrjahresplan, um die Wehrmacht binnen vier Jahren einsatzfähig und die Wirtschaft kriegsbereit zu machen.
[36]
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Zitat:
Zitat von
Deutschmann
Dazu habe ich leider keine Zahlen, aber die Rüstungsprogramme begannen m.W. schon in der Weimarer Republik. Trotzdem war die Wehrmacht bei Kriegsbeginn alles andere als gut ausgerüstet. Die Rüstungsproduktion hatte doch erst 1944 ihren Höhepunkt.
Diese strukturellen Unterschiede innerhalb der Wehrmacht ist eben ein Spiegelbild der dt. Gesellschaft gewesen. Ungleichmäßig entwickelt. Auf der einen Seite hochmoderne Flugzeuge, auf der anderen Pferdegespanne.
Zitat:
Zitat von
Großmoff
Die Konsequenz daraus: eine gravierende Staatsverschuldung, die langfristig nicht mehr durch nichtgedeckte Wechsel ausgeglichen werden konnte.
Es brauchte Geld und Devisen von außen.
General Fromm hatte in einer Denkschrift bereits zu bedenken gegeben, das der Aufbau der Wehrmacht die dt. Volkswirtschaft bis an ihre Grenzen strapaziert und Großteile des produzierenden Gewerbes auf militärische Anforderungen umgerüstet werden. Und sich in absehbarer Zeit die Frage stellt, was mit den militärischen und wirtschaftlichen Strukturen passieren soll, wenn der Rüstplan abgeschlossen ist. Er stellt nur zwei Wege in Aussicht. Der erste Weg würde eine spürbare Demilitarisierung bedeuten und ein Rückbau der Volkswirtschaft auf Friedensmodus, was einen dramatischen Personalabbau zur Folgen haben würde. Der zweite Weg eine dauerhafte Nutzung der militärischen und industriellen Kapazitäten in Form von Folgeaufträgen, die weit über die Ausrüstung der Armee zu Friedenszeiten hinaus gehen muss.
Der Aufrüstungsperiode muss also, so Fromm, "bald der Einsatz der Wehrmacht erfolgen".
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Zitat:
Zitat von
Dima
Morgen wird bei uns in Russland der 75. Tag des Sieges gefeiert.
Nun bin ich ja auf einem deutschen Forum und meine Sichtweise auf den 2. Weltkrieg und auf den deutsch-sowjetischen Krieg ist eine kardinal andere als die, die hier vorherrscht.
Vorweg:
Ich verurteile euch Deutschen nicht.
Ich habe Verständnis dafür, dass ihr eure Soldaten im 2. Weltkrieg für Helden haltet und der eine oder andere möglicherweise auch Adolf Hitler für einen Helden hält. Das ist euer gutes Recht als Nation. Die Angelsachsen verehren auch ihre Vorfahren, unabhängig davon ob sie ihre Hände voller Blut hatten oder nicht.
Rotarmisten, unter denen auch mein eigener Großvater war, werden aber hier auf dem Forum, wie in der deutschen Gesellschaft gemeinhin auch, als Monster dargestellt. Die die nichts konnten außer saufen, plündern und vergewaltigen, während die Deutschen in Russland "heldenhaft und sauber" gekämpft haben.
Dieses Thema möchte ich hier nicht in epischer Breite ausdiskutieren. Alles was ich dazu meine, habe ich in den anderen Themen dargelegt.
Ich möchte euch nur eine Frage stellen: Wie bewertet ihr die folgend aufgeführten Fälle und wie rechtfertigt ihr sie? Dankeschön.
Quelle:
Buch "Vernichtungskrieg" von Jegor Jakowlew. Erscheint demnächst in Deutschland.
Ohne Eure westl. Verbündeten hättet Ihr den Arsch voll gekriegt, aber so was von ! :cool:
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Bei einer null Rüstung ist das nichts besonderes, vermutlich muss das heißen " "(von ganz wenig %)stieg die Rüstung auf 25 % ",
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Zitat:
Zitat von
herberger
Bei einer null Rüstung ist das nichts besonderes, vermutlich muss das heißen " "(von ganz wenig %)stieg die Rüstung auf 25 % ",
Deine Signatur kann man ergänzen:
Türkisches Sprichwort: "Der Freund einer Türkin, kann nur der eigene Bruder sein"! :D
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Der Begriff 2. Weltkrieg war in der Sowjetunion unbekannt, man sprach nur über den großen vaterländischen Krieg, der Krieg unter den Kapitalisten und Imperialisten das war ein ganz anderer Krieg.
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Zitat:
Zitat von
Bruddler
Ohne Eure westl. Verbündeten hättet Ihr den Arsch voll gekriegt, aber so was von ! :cool:
Kriege zwischen Deutschen und Russen haben bisher keinem von beiden genutzt.Das gilt auch 2020 und für die Zukunft.Und die Krim ist und bleibt russisch.:cool:
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Zitat:
Zitat von
herberger
Bei einer null Rüstung ist das nichts besonderes, vermutlich muss das heißen " "(von ganz wenig %)stieg die Rüstung auf 25 % ",
Sagen wir es doch mal so.
Militärausgaben im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt
1929: 1,0 %
1933 : 3,2 %
1938 : 18,1 %
1939: 26,3 %
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Zitat:
Zitat von
herberger
Bei einer null Rüstung ist das nichts besonderes, vermutlich muss das heißen " "(von ganz wenig %)stieg die Rüstung auf 25 % ",
Null Rüstung stimmt ja nicht, es gab ja bereits das Reichsheer.
Und dann ist es vielleicht ganz interessant für dich, dass Deutschland nach 1945 mit der Wiederbewaffnung niemals mehr als 5 Prozent vom BSP jährlich in die Rüstung gesteckt hat, im Schnitt zwischen 4,2 - 4,5 Prozent.
Seit den 70er Jahren sogar nur 3 Prozent p.a.
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Zitat:
Zitat von
BrüggeGent
Kriege zwischen Deutschen und Russen haben bisher keinem von beiden genutzt.Das gilt auch 2020 und für die Zukunft.Und die Krim ist und bleibt russisch.:cool:
:dg: Wo du recht hast, hast Du recht.
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Zitat:
Zitat von
BrüggeGent
Kriege zwischen Deutschen und Russen haben bisher keinem von beiden genutzt.Das gilt auch 2020 und für die Zukunft.Und die Krim ist und bleibt russisch.:cool:
So wie Österreich österreichisch :D
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Zitat:
Zitat von
Großmoff
So wie Österreich österreichisch :D
Und Südtirol?:cool:
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Zitat:
Zitat von
BrüggeGent
Und Südtirol?:cool:
Einmarschieren, abstimmen lassen.
In guter Tradition der Deutschen und der Russen.
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Zitat:
Zitat von
Großmoff
Dann ist es vielleicht ganz interessant für dich, dass Deutschland nach 1945 mit der Wiederbewaffnung niemals mehr als 5 Prozent vom BSP jährlich in die Rüstung gesteckt hat, im Schnitt zwischen 4,2 - 4,5 Prozent.
Seit den 70er Jahren sogar nur 3 Prozent p.a.
Es war die Zeit, als deutsche Nachkriegspolitiker einen zukünftigen Auslandseinsatz deutscher Soldaten kategorisch ausgeschlossen haben.
Später haben sie dieses Bekenntnis korrigiert. Sie nennen die Bundeswehreinsätze im Ausland jetzt "Bündnisverpflichtungen"...
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Zitat:
Zitat von
Großmoff
Null Rüstung stimmt ja nicht, es gab ja bereits das Reichsheer.
Und dann ist es vielleicht ganz interessant für dich, dass Deutschland nach 1945 mit der Wiederbewaffnung niemals mehr als 5 Prozent vom BSP jährlich in die Rüstung gesteckt hat, im Schnitt zwischen 4,2 - 4,5 Prozent.
Seit den 70er Jahren sogar nur 3 Prozent p.a.
Wenn ich an die israelische Rüstung denke, dann muss man vermuten das bei denen die Rüstung 200 % der Ausgaben macht.
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
Zitat:
Zitat von
herberger
Wenn ich an die israelische Rüstung denke, dann muss man vermuten das bei denen die Rüstung 200 % der Ausgaben macht.
Nur 4-6 %, je nachdem welches Jahr betrachtet wird. Trotzdem reichte es 2019 für Platz 2 im weltweiten Ranking, hinter Saudi-Arabien. Wobei insgeheim Nordkorea der Spitzenreiter sein müsste.
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
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Parabellum
Nur 4-6 %, je nachdem welches Jahr betrachtet wird. Trotzdem reichte es 2019 für Platz 2 im weltweiten Ranking, hinter Saudi-Arabien. Wobei insgeheim Nordkorea der Spitzenreiter sein müsste.
Ja das wird schon stimmen, aber kein Land der Welt mit der Größe Israels kann sich so etwas leisten.
Nordkorea kann man außen vor lassen, da gelten andere Maßstäbe, auch Stalins Sowjetunion nahm Hunger und Kannibalismus für die Rüstung in kauf.
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
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Zitat von
herberger
Ja das wird schon stimmen, aber kein Land der Welt mit der Größe Israels kann sich so etwas leisten.
Nordkorea kann man außen vor lassen, da gelten andere Maßstäbe, auch Stalins Sowjetunion nahm Hunger und Kannibalismus für die Rüstung in kauf.
Wie hoch war denn der Anteil des Rüstungsetat am BIP der Sowjetunion unter Stalin ?
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
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Zitat von
Parabellum
Wie hoch war denn der Anteil des Rüstungsetat am BIP der Sowjetunion unter Stalin ?
Ich kann mich daran erinnern was Suworow schrieb, wenn ein Land mehr als 1 % für das Militär ausgibt dann schlägt diese Armee nicht den Feind sondern das eigene Land.
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AW: 75. Tag des Sieges/der Kapitulation: Fragen an die Deutschen
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Zitat von
Parabellum
Nur 4-6 %, je nachdem welches Jahr betrachtet wird. Trotzdem reichte es 2019 für Platz 2 im weltweiten Ranking, hinter Saudi-Arabien. Wobei insgeheim Nordkorea der Spitzenreiter sein müsste.
Israel unterhält seinen Militärapparat nicht alleine, ein bedeutender Anteil wird durch die USA und die für/durch US Interessen/Machenschaften "moralisch" in Haftung genommenen Deutschen beigesteuert.