Nun,- soweit sind wir ja garnicht voneinander entfernt ,-
der Feinschliff unserer Positionen ist nur noch eine Frage der Zeit ,-
in diesem Sinne wünsche ich auch Dir einen guten Rutsch und ein friedliches Neues Jahr :gib5:
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Schon beim Referendum über die Unabhängigkeit der Ukraine am 1. Dezember 1991
haben in der Oblast Donezk nur 83,90% mit JA gestimmt
(landesweit in der Ukrainischen SSR 90,32)
Ergebnis des Referendum 1991 nach Landesteilen, Prozent-Anteil JA-Stimmen
https://upload.wikimedia.org/wikiped...endum_1991.png
Für mich basiert dieser permanente Abwehrreflex, dieses fortwährende, über mehrere Generationen hinweggehende Aufbauen eines anti-sozialistischen Feindbildes auf einen gigantischen, soziologischen und auch ökonomischen Minderwertigkeitskomplex, der durch Stalin geschürt wurde aufgrund der Gewissheit dieser riesigen Wirtschaftsmacht USA - allerspätestens seit den 40er Jahren.
Stalins Angst währt bis heute in den Köpfen führender russischer Politiker. Meine Idee, um diesem "Fluch" entgegenzuwirken wäre, dass ein neues Europa zusammen mit einem neuen Russland durch eine paritätisch besetzte, großeuropäische Regierung geführt würde. Niemand will Russland dominieren. Und zum Beweis dafür müssen wir endlich die Amis aus Europa "hinauskomplimentieren". Nett und freundlich - aber bestimmt.
Europa braucht keinen Lehnsherrn; Europa ist sein eigener Herr, sein eigener "Erlauber und Verbieter"!
Wenn die Ukros clever gewesen wären, hätte sie eine Föderation gemacht mit weitgehender Selbstverwaltung des Donbass, wie es schon Peter Scholl-Latour vorschlug.
Eine Föderation, statt Donezk Jahre zu beschießen (siehe Doku von 2015).
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Die Konstruktion eines bolschewistischen Popanz, der angeblich nach ganz Europa greift und auf uralten Ängsten eines "Hunnensturms" basiert, sollte nicht bis zum St. Nimmerleinstag fortgeführt werden.
Rußland war nach der Entlassung Bismarcks und dem gekündigten Rückversicherungsvertrag gegen das Deutsche Reich in einer Koalition mit Frankreich gegen das Deutsche Reich.
Damals nutze Rußland den Westmächten noch, weil die Intelligenz Bismarcks durch einen Polterer, der von seinem Onkel nicht viel verstand, abgesägt wurde.
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Aber vielleicht war genau DAS ganz bewusst nicht erwünscht: eine Föderation. Vielleicht sollte es deshalb ein unitaristischer Staat ohne formaljuristische Austrittsmöglichkeit von Provinzen oder der einzelnen Oblaste sein, weil das benötigte Nationalgefühl dieser jungen souveränen Nation noch nicht stark genug für eine föderalistische Idee war.
Wäre der direkte Nachbar nicht Russland, wer weiß, ob sich nicht ganz andere staatliche Strukturen inklusive weitreichender Autonomiezugeständnisse hätten entwickeln können...
Aufgabe der westlichen Politik hätte sein müssen, Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessen dort zu finden.
Stattdessen hat die westliche Politik einseitig gegen die russischen Interessen Stellung bezogen, Nato-Mitgliedschaft der Ukraine gefordert, Minks-Abkommen nur zur weiteren Aufrüstung
der Ukraine gegen Rußland verwendet. Von den sonstigen Aktivitäten der USA auf dem Maidan (Nuland & Co.) ganz zu schweigen.
Die Türkei-Friedensverhandlungen wurden von Boris Johnson topediert, es wäre schon seit mehr als zwei Jahren Frieden dort.
Der Westen hat schön Öl ins Feuer gegossen und den Krieg mit Hunderttausenden Toten und Verletzten aktiv verlängert.
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Da gibt es allerdings einige Probleme:
was "gerecht" ist (bzw. sein soll) ist ein subjektives Empfinden,
es gibt keine objektiven Kriterien und keine Maßzahlen für "Gerechtigkeit"!
Menschen können sich in ihren Gefühlen allenfalls noch darüber einig sein, wenn etwas als ausgesprochen "ungerecht" empfunden wird.
Zu allem, was Einer als "gerecht" empfindet, gibt es Andere, die es als "nicht gerecht" ansehen.
Schon in der Bibel wird das Thema behandelt - in der Erzählung von den "Arbeitern im Weinberg" Matthäus 20,1-16
Zunächst: Ein real existierender Bolschewismus führte zum real existierenden Sozialismus. All die sich daraus entwickelnden politischen Verwerfungen Europas sollten wir tatsächlich ein für allemal hinter uns lassen und auf der Grundlage eines einheitlichen Europas selbstbewusst in die Zukunft blicken und uns den mächtigen Aufgaben stellen, die auf uns zukommen.
Ich mache mir große Sorgen darum, dass wir uns bei all des Kleinchenfeins, was aktuell unsere europäische Politik ausmacht, nicht richtig des größten Problems annehmen, was auf Europa zukommen wird: Afrika.
Afrika entwickelt sich direkt vor unseren Augen zu einem Problem transkontinentalen Ausmaßes, wenn wir nicht schon jetzt die richtigen Maßnahmen zur Abwehr ergreifen.