Zitat:
Gebildete Araber sprechen ein anderes Arabisch als das, was ich in Deutschland seit 2015 auf den Strassen so oft höre, dass ich denke, in einem arabischen Land zu sein.
Arabisch ist so eine differenzierte Sprache, dass man eine Person, die sie spricht, gleich geografisch und sozial lokalisieren kann. Das Arabisch, das ich heute in Europa höre, ist nicht die Sprache gebildeter syrischer Ingenieure und Ärzte, die uns die Vertreter der Willkommenskultur vorgaukeln. Ich höre ein bäuerliches beziehungsweise ein Slum-Arabisch. Als zivilisierter Syrer kenne ich Polygamie weder aus meiner Damaszener Familie noch aus den Kreisen, in denen ich die ersten 18 Jahre meines Lebens verkehrte.
Die Zeitung Welt am Sonntag berichtet in dem Artikel «Strafbar, aber geduldet» (28. Januar 2018) von Einführung der Polygamie durch viele syrische Flüchtlinge, so etwa von einem Syrer, der im Rahmen der Familienzusammenführung vier Ehefrauen und 23 Kinder nach Deutschland auf Kosten der Steuerzahler gebracht hat und entsprechend alimentiert wird. Der Artikel fügt hinzu: «Das ist kein Einzelfall.»
Als Syrer und Muslim habe ich keine Einwände, wenn diese Menschen Europäer werden und nicht die Konflikte und die Gewalt in Nahost mit nach Deutschland bringen. Fakt ist, dass die arabischen Flüchtlinge Deutschland verändern, und nicht umgekehrt. Um gleich einleitend jeden Einwand des Vorurteils und der Panikmacherei abzuwenden, betone ich mit Nachdruck, dass ich nicht gegen die Menschen, die flüchten, argumentiere, sondern gegen die möglichen Folgen, die Europa negativ verändern.
Unabhängig von den zitierten Statistiken und mehr als ein Jahrzehnt zuvor hat die in Ägypten geborene, heute teilweise in der Schweiz, teilweise in Grossbritannien lebende Publizistin Bat Ye’or das bereits zitierte provokative Buch «Eurabia» veröffentlicht. Ähnlich wie sie argumentiert auch die Weltautorität Walter Laqueur in seinem Buch «Die letzten Tage von Europa». Er schreibt: «Der Abstieg Europas ist bedauerlich; er lässt sich bremsen (…).» Und er fügt hinzu, das islamische Europa werde «sich von dem, das wir kennen und schätzen, stark unterscheiden». Laqueur hat wie Bat Ye’or jüdische Wurzeln und betont seine Sympathie für Flüchtlinge, weil er selbst dreimal in seinem Leben einer war. Laqueur wehrt sich gleich im Vorwort zu seinem Buch dagegen, «in die rechte Ecke gestellt zu werden», wie es das linksgrüne Narrativ mit Andersdenkenden zu tun pflegt.