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Über ein solches Phänomen berichteten ägyptische Blogger erstmals vor zehn Jahren aus Kairo. Beim Aid El Fitr Fest zum Ende des Ramadan 2006 filmte ein Blogger, wie Frauen gezielt von Männergruppen eingekreist, betatscht und entkleidet wurden. Das Schauerspiel wiederholt sich jedes Jahr. Ab dem Revolutionsjahr 2011 finden solche gemeinschaftlichen Übergriffe regelmäßig auf Demonstrationen statt – meist auf Frauen, aber auch auf Männer. Ein Video aus dem Jahr 2012 zeigt wie eine Gruppe von mehr als 100 Männern gemeinschaftlich agiert. Sie bilden mehrere Kreise um die beiden Opfer, die wie eine undurchdringbare Mauer wirken. Helfer einer Organisation, die sich zum Schutz solcher Opfer gegründet hat, versuchen die Mauer zu durchbrechen, werden aber brutal abgewehrt.
Auch in Tunesien erleben Frauen solche Angriffe auf Demonstrationen. Für die arabischen Demonstrantinnen und Demonstranten ist klar: Diese Angriffe sind politisch motiviert. Zunächst vermuten sie das alte Regime dahinter, doch bald wird deutlich, dass zumindest einige der Angriffe von Islamisten ausgehen. Einige Opfer berichten, wie „Bärtige“ sie gemeinschaftlich belästigt haben. Die inzwischen im Parlament die Mehrheit stellenden Muslimbrüder und Salafisten geben den Opfern die Schuld und verteidigen in einigen Fällen sogar die Täter.
Der salafistische Prediger Abu Islam geht soweit, die Übergriffe als „halal“, also als religiös erlaubt zu bezeichnen: „Diese Mädchen sind nackt, unanständig und Prostituierte und keine rote Linie. Sie gehen dorthin, um vergewaltigt zu werden. Nebenbei sind 90% von ihnen Kreuzfahrer" (gemeint ist: Christinnen) . Der Prediger wird später verhaftet, aber nicht weil er zur Vergewaltigung aufgerufen hat, sondern weil er das Christentum diffamiert hat – unter anderem hat er eine Bibel öffentlich zerrissen. Das ist in Ägypten verboten, wo mehr als 10% der Bevölkerung dem koptischen Christentum anhängen.
Auch in Tunesien, Algerien und Marokko vertreten Prediger die These, dass unverschleierte Frauen Huren sind. Mit den Revolutionen ist ein Kulturkampf in den arabischen Gesellschaften ausgebrochen, der sich fast ausschließlich an der Rolle der Frau festmacht. Die erste Forderung der ägyptischen Salafisten nach ihrer Wahl ins Parlament ist das Verbot von Bikinis am Strand. Dabei versinkt das Land zu diesem Zeitpunkt im Chaos: Kriminelle regieren die Straße, die Menschen hungern.
Wenn nun Flüchtlinge aus diesen Ländern nach Europa kommen, bringen sie einen Teil dieses Kulturkampfes mit. Wer von „Vergewaltigungskultur“ spricht, die in diesen Ländern vorherrsche, verkennt den politischen Charakter des Phänomens. Es gehört zum politischen Programm der Islamisten, Frauen, die ohne Kopftuch oder ohne männlichen Begleiter auf die Straße gehen, zu diffamieren und als Freiwild freizugeben.
Das Kopftuch ist ihr Markenzeichen, über dessen massenhafte Verbreitung sie seit den 1980er Jahren ihre kulturelle Stärke deutlich machen konnten.
Die frauenverachtende Ideologie trifft auf einen sexuellen Notstand bei jungen Männern. Muslimische Frauen müssen ihr Jungfernhäutchen bis zur Ehe bewahren, stehen also nicht zur Verfügung, sofern sie nicht den wohlhabenden Schichten angehören, die sich die Haut vor der Hochzeit operativ rekonstruieren lassen. Von einem Bräutigam wird viel Geld verlangt, so dass sich sozial schwächere eine Ehe erst spät im Leben leisten können.
Da solche Reden nicht selten mit Christenfeindlichkeit vermischt sind, fühlen sich solche Täter in Europa sogar moralisch im Recht.
Hier tut sich nun tatsächlich ein kulturelles Problem auf: Die relative Milde des deutschen Strafrechts wirkt auf Menschen, die anderes gewöhnt sind, als setze der Staat sein Gewaltmonopol nicht durch.
Die menschenverachtende Ideologie des Islamismus muss hingegen bekämpft werden.