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Vollständige Version anzeigen : Muss Deutschland jetzt Milliarden zahlen? Nazi-Opfer kämpfen um ihre Ghetto-Renten



fatalist
03.05.2010, 16:11
http://www.merkur-online.de/nachrichten/politik/lange-kampf-ghetto-renten-658533.html

Die Versicherungen pochten darauf, dass ein Rentenanspruch nur bei bezahlter Arbeit bestehe – und nur bei einer freiwilligen Arbeit, die „nach eigenem Willensentschluss“ angetreten wurde, wie es unter Juristen heißt. Beides treffe auf die Ghetto-Bewohner nicht zu, so die Behörden. Das Geld im Ghetto taten sie als wertloses Spielgeld ab. Und von freiem Willen, hieß es, könne keine Rede sein. Im Ghetto habe es nur Zwangsarbeiter gegeben.

Irrtum. Was auch die Historiker lange nicht wussten: Viele Ghetto-Bewohner arbeiteten nicht, weil die Nazis sie dazu zwangen. Sie wollten vielmehr einen Job, unbedingt, um ihre Familien durchzubringen

Dieses Thema entbehrt nicht einer gewissen unfreiwilligen Komik, 70.000 Menschen bekommen jetzt eine Rente, weil sie freiwillig im Ghetto gegen Bezahlung arbeiteten.

Wurde hier doch ganz offenkundig die Geschichtsschreibung revidiert.
Na die trauen sich aber was... :=

fatalist
03.05.2010, 16:22
DPA 17.02.2009

Zitat:

"Mitte 2002 trat das Gesetz zur "Zahlbarmachung von

Renten aus Beschäftigungen in einem Ghetto" in Kraft.

Damit wurden Urteile des Bundessozialgerichts umgesetzt,

[...]

... (Ghetto-)Jobs wurden ... durch ... Judenrat vermittelt, "der einer eigenen Stadtverwaltung mit umfangreicher Verwaltungsbürokratie entsprach" ( 5 RJ 66/95 ).

[...]

Bis spätestens 30. Juni 2003, so das Gesetz, mussten Rentenanträge aus

derartigen Beschäftigungsverhältnissen bei den deutschen Behörden eingehen.

Innerhalb weniger Monate stellten mehr als 43.000 ehemalige Ghetto-Bewohner

und Hinterbliebene Anträge auf Rentenzahlung.

Wer damit nicht gleich durchdrang, wurde an das Düsseldorfer Sozialgericht verwiesen.

Es hat die bundesweite Zuständigkeit für Antragsteller aus Israel.

Das Erstaunliche:

Von den ... mehreren tausend Klagen wurden mehr als 95 Prozent abgewiesen.

Zwar habe das Gesetz "zu großer Euphorie und Hoffnungen in Israel geführt",

zitiert dpa den Düsseldorfer Sozialgerichtspräsidenten Peter Elling.

Aber der Justiz fiel an den meisten Anträgen ein grundsätzlicher Makel auf:

Sie deckten sich NICHT mit den bisherigen Erzählungen, in denen es regelmäßig geheißen

hatte, man sei von den Deutschen zu unentgeltlicher Sklavenarbeit gezwungen worden.

Auf dieser Grundlage kam es nach 1945 zu erheblichen Wiedergutmachungszahlungen.

Das im Jahr 2002 erlassene Gesetz über Ghetto-Beschäftigungen knüpft

jedoch die Rentenansprüche an freiwillige Arbeit gegen Entgelt.

"Diese Vorgaben verführten die Betroffenen sogar dazu, den Holocaust

zu beschönigen oder zu leugnen, um einen Rentenanspruch durchzusetzen",

verlautbarten die Düsseldorfer Richter gegenüber dpa.

"Während Betroffene in den 50er Jahren über Gewalt, Zwangsarbeit und die

drohende Deportation nach Auschwitz berichtet hätten, läsen sich die Angaben

zu ihrer damaligen Lebenssituation in einigen Klageschriften nun deutlich anders."

[...]"

Zitat Ende.

Quelle: Deutsche Presse-Agentur (dpa)

Holocaustopfer werden zu Holocaustleugnern, oder wie soll man das fettmarkierte verstehen ?(

fatalist
03.05.2010, 16:28
Noch ein Link:

http://www.sueddeutsche.de/politik/446/313353/text/?page=1#readcomment

Flug, heute Vorsitzender der Organisation der Holocaust-Überlebenden in Israel, wurde einst selbst 68 Monate lang im Ghetto Lodz gefangengehalten, wo er in Rüstungsbetrieben schuftete, um nicht in ein Vernichtungslager deportiert zu werden.

Doch die inzwischen hochbetagten Überlebenden warten nun schon seit Jahren vergeblich auf das Geld, ein 2002 geschaffenes Gesetz erwies sich als wenig praktikabel - fast alle der knapp 70.000 Anträge wurden abgelehnt.

Nicht sehr positiv lässt sich nun auch die Auszahlung eines im Oktober aufgelegten 100-Millionen-Euro-Fonds an, aus dem Betroffene eine einmalige Anerkennungsleistung erhalten sollen. Erstes Fazit nach einem halben Jahr: Von bisher 16 000 Anträgen wurden gerade einmal 500 bewilligt.

Das "Gesetz zur Zahlbarmachung von Renten aus Beschäftigungen in einem Ghetto" (ZRBG) stand von Anbeginn unter keinem guten Stern. Basierend auf einem Urteil des Bundessozialgerichts verabschiedete der Bundestag ein Gesetz, wonach Juden, die während des Weltkriegs in einem Ghetto im deutschen Besatzungsgebiet "aus eigenem Willensentschluss" und "gegen Entgelt" gearbeitet hatten, Anspruch auf Rente erworben haben.

Eine Ablehnungsquote von 95 Prozent


Die Begriffe "freiwillig" und "gegen Entgelt" sollten Ghettoarbeiter von Zwangsarbeitern abgrenzen - letztere wurden in den vergangenen sechs Jahren aus dem Fonds "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft" durch Einmalzahlung von bis zu 7500 Euro entschädigt.

Es scheint also darum zu gehen, den bereits als Zwangsarbeitern entschädigten Menschen jetzt noch zusätzlich zu einer Rente zu verhelfen.

Literaturtip: Finkelstein "Die Holocaust-Industrie"

Peg Bundy
03.05.2010, 16:35
Die drehn sichs, wie sies brauchen. Wenn das Gesetz erneut geändert würde, wären alle plötzlich wieder Zwangsarbeiter gewesen.
Solange Deutschland existiert, solange wird es für den HC bluten.

Sprecher
03.05.2010, 16:48
Wurde hier doch ganz offenkundig die Geschichtsschreibung revidiert.
Na die trauen sich aber was... :=

Die "Holocaust-Überlebenden" würden auch zu Holocaustleugnern wenn sich dabei Geld rausschlagen ließe...

fatalist
03.05.2010, 16:57
95% der Anträge wurden zunächst abgelehnt, eben weil die Betreffenden sich vorher als Zwangsarbeiter gemeldet hatten und entschädigt wurden.

Dann kam das Gesetz mit der Rente, und schwupps waren es auf einmal freiwillige Arbeiter mit Lohn und Rentenbeiträgen.

DESHALB wurden zunächst 95% abgelehnt, und der Richter sprach von Holocaustleugnung

"Knast statt Rente", das wäre mal ne Nachricht.

Topas
03.05.2010, 17:27
Nur weiter so. Je länger der WK2 zurückliegt, desto mehr Gläubiger melden sich. Naja, schließlich haben wir ja eine immerwährende (ewige) Verantwortung lt. Merkel.

Commodus
03.05.2010, 18:45
95% der Anträge wurden zunächst abgelehnt, eben weil die Betreffenden sich vorher als Zwangsarbeiter gemeldet hatten und entschädigt wurden.

Dann kam das Gesetz mit der Rente, und schwupps waren es auf einmal freiwillige Arbeiter mit Lohn und Rentenbeiträgen.

DESHALB wurden zunächst 95% abgelehnt, und der Richter sprach von Holocaustleugnung

"Knast statt Rente", das wäre mal ne Nachricht.

Wos?? ?(

Die Betroffenen beschönigen und verharmlosen/leugnen den HC? BRD-Deutschlands Religion? Und Zwangsarbeit war nun auch nicht?

Ja sind die den deppert? Diese elende Revisionisten!