PDA

Vollständige Version anzeigen : Zur Lage der Nation



Excubitor
11.12.2009, 16:33
Wir leben mittlerweile in einem Staat, der in einigen Lebensbereichen genau das verkörpert, was einige Politiker, Lobbyisten und andere Interessengruppen so gerne desinformativ negieren, beschönigen, oder tasachenentstellt wiedergeben, sprich "weichzeichen"...
Arroganz, Heuchelei, Macht- und Raffgier, nebst dem daraus resultierenden Werteverfall sind derzeit nun einmal die "tragenden Säulen" dieser Gesellschaft und beileibe nicht nur dieser...
Aber ich pflege erst vor der eigenen Haustür zu kehren bevor ich, wenn überhaupt, mit dem Finger auf andere zeige...

Solange man in Deutschland ohne Rückrat nur am Stammtisch herumlamentiert ohne tatsächlich gegen Misstände anzugehen wird sich nichts ändern, Punkt. Wir sind scheinbar zu einem Volk von "Stammtischrevoluzzern" degeneriert, währenddessen das grundsätzlich funktionable System, von raff- und machtgierigen Selbstdarstellern ausgepresst wird und um uns herum zusammenbricht...
Wenn etwas auf Sand gebaut ist, stellt sich nicht die Frage ob das Ganze zusammenbricht, sondern lediglich wann...
Die Quintessenz ist folgende: wenn der Tag gekommen ist haben die genannten Personenkreise ihre Schäflein im Trockenen; treffen wird es letztlich unter anderem die, die heute nur lamentieren ohne zu handeln...

Das einzige was mir momentan dazu noch zu ergänzen einfällt ist die destruktive Wirkung des den Menschen dieses Landes von Kindesbeinen an seit Jahren von Vertretern aus Politik, Medien und (Werbe)wirtschaft "eingepflanzten", fast schon als pathologisch (krankhaft) zu bezeichnenden Anspruchsdenkens das mittlerweile seine zerstörerische Wirkung in vielen Lebensbereichen zu entfalten beginnt. Viele Menschen wachsen damit auf sich bestimmte Dinge leisten zu müssen, um zu irgendeiner sozialen Gruppe dazugehören zu können ("Markenwahn"). Sie müssen häufig feststellen, dass sie dazu nicht in der Lage sind. Und schon beginnt die sozial "tödliche" Spirale aus Frustration, Aggression und/oder Depression (die jeweils aus der Frustration erwachsen können) ihren unseligen Lauf zu nehmen. Die Schwächeren verfallen in Depressionen, andere, vermeintlich Stärkere, suchen ihren Ausweg aus einer verfahrenen, weil grundsätzlich fehlerhaft konditionierten (psychisch verfestigten Einstellung, Auffassung, Ansicht, Verhalten) Situation, indem sie die Gewalt als Mittel der Zielerreichung wählen, was zunächst auch schnelle Vorteile einbringt (siehe Jugendkriminalität), auf lange Sicht jedoch dem eigenen Leben mehr schadet als nützt, was die (der) Betroffene im Moment des Handelns jedoch meist nicht wahrnimmt. Dies ist die stark vereinfachte Gegenüberstellung der Extreme die derzeit stark vermehrt auseinanderlaufen, wovon eine ständig steigende Zahl auch zunächst Unbeteiligter immer mehr in Mitleidenschaft gezogen wird... Jedem sollte klar sein, wohin das in diesem Staat führen wird. Über mangelde Korrektive im Rechts- und Ordnungsbereich habe wir schon reichlich Beiträge lesen müssen, so dass ich an dieser Stelle darauf verzichten kann auf diese Missstände hier noch einmal aufmerksam zu machen...

Verrari
11.12.2009, 17:43
Sehr guter Beitrag! :top:

GG146
11.12.2009, 17:56
....
Das ist insgesamt eine zutreffende Analyse, aber die Schlussbemerkung ist missverständlich bzw. ein taktischer Fehler, wenn man ein politisches Wirken in Erwägung zieht, das über Internetforen hinausgeht... :rolleyes:

Klopperhorst
11.12.2009, 18:15
Der einzige Ausweg ist eine völkische Ideologie. Die fängt im Familien- und Freundskreis an. Man sollte heute eine Familie gründen oder zumindestens mit guten Freunde eine WG. Dadurch spart man schon mal Geld und bietet den Volkszerstörern weniger Möglichkeit, den individualisierten Einzelmenschen für sich auszunutzen.

Danach muss man die Konsumkultur vollends abschütteln. Geht nicht mehr in Diskotheken, schmeisst den Raffkes von Caffees und Bars nichts mehr für ach so hippen Blödsinn in den Rachen. Schmeisst den Fernseher raus und beendet die dröge Unterhaltungsberieslung eures Gehirns, um wieder klarer denken zu können.

Der dritte Schritt ist die Rückbesinnung auf deutsche Kultur, z.B. Literatur, Gesang, Pfege von Brauchtum. Lernt eure Umgebungen kennen, setzt Euch für die Erhaltung von Denkmälern ein usw.

Deutschland wird nur durch starke, gesunde Deutsche wieder lebendig, die den Spuk der kranken Zeit durch Gemeinschaftssinn abwerfen und dem Wahnsinn kein Ziel mehr bieten, sie zu willfährigen Konsum- und Arbeitskrüppeln zu degradieren.

---

Verrari
11.12.2009, 18:51
Lernt eure Umgebungen kennen, setzt Euch für die Erhaltung von Denkmälern ein usw.
Wenn Du wüsstest wie meine "Umgebung" aussieht (ich meine in einem Radius von ca. 10 bis 15 km) hättest Du Dir diese Bemerkung sicherlich erspart!!


Deutschland wird nur durch starke, gesunde Deutsche wieder lebendig, die den Spuk der kranken Zeit durch Gemeinschaftssinn abwerfen und dem Wahnsinn kein Ziel mehr bieten, sie zu willfährigen Konsum- und Arbeitskrüppeln zu degradieren.


siehe hier, Nr. 326
http://www.politikforen.net/showthread.php?p=3328694#post3328694

Menetekel
11.12.2009, 20:22
Excubitor
Deinem Beitrag braucht man nichts hinzufügen.
Wer aufmerksam durchs Leben geht, wird dies auch so erkennen.

Excubitor
12.12.2009, 17:29
Das ist insgesamt eine zutreffende Analyse, aber die Schlussbemerkung ist missverständlich bzw. ein taktischer Fehler, wenn man ein politisches Wirken in Erwägung zieht, das über Internetforen hinausgeht... :rolleyes:

Bei näherem Hinsehen und nochmaligem Überdenken bin ich, nicht zuletzt durch den dankenswerten Hinweis von GG146, zu der Überzeugung gelangt, dass meine vormalige Abschlussbemerkung, welche ich mir durch Streichung zu korrigieren erlaubt habe, zu Missverständnissen hätte führen können. Nur wenig ist in diesem Land derzeit risikoreicher als Missverständnisse, die von bestimmten Interessenkreisen gegen den tatsächlich gemeinten Inhalt zu deren manipulativen Zwecken ausgelegt werden könnten...

Excubitor
15.12.2009, 17:46
[...]Danach muss man die Konsumkultur vollends abschütteln. Geht nicht mehr in Diskotheken, schmeisst den Raffkes von Caffees und Bars nichts mehr für ach so hippen Blödsinn in den Rachen. Schmeisst den Fernseher raus und beendet die dröge Unterhaltungsberieslung eures Gehirns, um wieder klarer denken zu können.
[...]
---

Es ist wahrscheinlich weder möglich noch nötig, die Konsumkultur vollends abzuschütteln, doch zumindest den manipulativen Teil derselben, welcher den klaren Geist vernebelt und das eigenständige Denken verhindert.
Auch der Fernseher ist, genau wie Computer und das Internet, durchaus sinnvoll verwendbar, nur bringt einem in diesem Land leider niemand bei zwischen Sinn und Unsinn, wichtig und unwichtig zu unterscheiden und eine für das eigene und das Leben aller sinnvolle Selektion vorzunehmen, die im übrigen auch eine oftmals zu Recht kritisierte Reizüberflutung der Bevölkerung verhindern würde...

Excubitor
15.12.2009, 18:13
[...]Solange man in Deutschland ohne Rückrat nur am Stammtisch herumlamentiert ohne tatsächlich gegen Misstände anzugehen wird sich nichts ändern, Punkt. Wir sind scheinbar zu einem Volk von "Stammtischrevoluzzern" degeneriert, währenddessen das grundsätzlich funktionable System, von raff- und machtgierigen Selbstdarstellern ausgepresst wird und um uns herum zusammenbricht...
Wenn etwas auf Sand gebaut ist, stellt sich nicht die Frage ob das Ganze zusammenbricht, sondern lediglich wann...
Die Quintessenz ist folgende: wenn der Tag gekommen ist haben die genannten Personenkreise ihre Schäflein im Trockenen; treffen wird es letztlich unter anderem die, die heute nur lamentieren ohne zu handeln...

Wenn ich mich ausnahmsweise einmal selbst zitieren darf...
Häufig sehe ich mich sowohl beruflich als auch privat mit der oft als Ausrede für mangelnde Eigenverantwortung und Bequemlichkeit verwendeten Formulierung, "daran kann ich doch sowieso nichts ändern" konfrontiert, die in einigen Fällen durchaus auch Realitätsflucht oder Resignation gegenüber den eigenen Lebensumständen darstellen kann.
Fakt ist jedoch, dass jeder, zumindest in seinem eigenen, persönlichen Lebensumfeld für genügend Änderungen und Verbesserungen sorgen könnte, wenn man nur wollte..., oft schon mit weit weniger Einsatz als angenommen. Ebenso ist unumstößlich, dass schon die geringste Änderung im Kleinen immer auch eine Änderung des großen Ganzen beinhaltet, wodurch die eingangs erwähnte Ausrede endgültig zur Wertlosigkeit degradiert wird.

Das Ergebnis einer derart bequemen Lebenseinstellung, wie in meinen Eingangszeilen zitiert, wurde schon von Immanuel Kant durch dessen zeitlos korrekte Worte untermauert:
"Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen wenn er getreten wird".
Es scheint sich somit um ein scheinbar Generationen übergreifendes Problem deutscher "Lebensart" zu handeln. Mehr als Zeit also etwas daran zu ändern, was damit beginnt die Dinge bei ihrem richtigen Namen zu nennen...