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Vollständige Version anzeigen : Alles um die christliche Weihnacht



Knudud_Knudsen
03.12.2009, 14:55
Weihnachtsgedichte


Rapper – Weihnacht

In Häuserschluchten, grau und voll Tücken,
schleicht ängstlich ein alter Mann.
Er hat einen Sack auf dem Rücken,
ein weinrotes Mäntelchen an.

Das schwere Buch trägt er in der Hand,
dort eine Gruppe* Rapper,
Graffiti, grell bunt hier an jeder Wand,
„das Zeug* macht so lautes Geschepper“

„He Alter“, tönt es von Ferne jetzt schon,
und lauthals alle laut lachen.
„Ich bin der Weihnachtsmann mein Sohn,
bring euch nur viel schöne Sachen!“

Die Gruppe kommt näher, umringt ihn dann schnell,
„Was hast Du dort im Sack mein Freund?“
Von fern tönt heiser* der Hunde Gebell.
„Hast Du vielleicht für mich nen Joint?“

Güte prägt des Alten Gesicht,
er öffnet nun den Sack geschwind,
und es erstrahlt ein helles Licht,
dicht neben ihm, ein kleines Kind.

Die Gruppe staunt und spürt ein Erwachen,
das Kind greift nach des Alten Hand ,
sie wissen welch Dinge hier Freude machen,
und lächeln sich zu, dann verschwinden sie,
durch die Graffiti – Wand.

Knud_Knudsen

Knudud_Knudsen
04.12.2009, 11:23
Rudi das Rentier

Draußen fällt der erste Schnee,
auf der Lichtung bei den Eichen,
steht ein junges Ren am See,
zitternd bei zwei Rentierleichen.

Seine Augen, groß und leer,
können es noch gar nicht fassen,
Vater, Mutter sind nicht mehr,
haben es ganz still verlassen.

Sehnlich wünscht es sich den Tod,
es will nicht alleine leben,
Augen groß, die Nase rot,
plötzlich spürt es wildes Beben.

„Ho,ho,ho“ schallt es im Wald,
und in bunten Sternen scheinen,
fliegt ein Schlitten und macht halt,
auf der Lichtung bei dem Kleinen.

Auf dem Bock ein alter Mann,
tausend Rene in Geschirren,
seine Peitsche treibt sie an,
und unzählg Glöckchen klirren.

„Komm mit mir“ tönt es nun laut,
„vorn sollst du am Schlitten rennen,
nehme dich, du arme Haut,
und ich werd dich Rudi nennen“.

Rudi geht in das Gespann,
ihn durchfließen Energien,
kosmisch zieht der Schlitten an,
hoch am Himmel sie nun ziehen.

Bringen in der Weihnachtszeit,
die Geschenke für die Braven,
und man sieht sie meilenweit,
nachts wenn alle Kinder schlafen.

Knud_Knudsen

Knudud_Knudsen
22.12.2009, 12:18
Stille Nacht

Still ist heute die Nacht aller Orten,
denn leise schwebt draußen der Schnee.
Den Tisch decken Truthahn und Marzipan torten,
und glitzernd erstarrt, schläft still dort der See.

Die Welt hält an, um sich zu besinnen,
von Fern schwebt herüber ein göttlicher Klang,
und mit weißen Mützen garnieren sich Zinnen,
die Herzen der Kinder sind froh und auch bang.

In warmen Stuben strahlen jetzt Kerzen
auf Tannen, die zum Fest reich geschmückt,
und Friede zieht nun ein in fast alle Herzen,
nur die Frauen fiebern, ob der Braten geglückt.

Knud_Knudsen

Ruepel
24.12.2009, 20:10
Einmal im Jahr, in der heiligen Nacht,
Verlassen die toten Soldaten die Wacht,
Die sie für Deutschlands Zukunft stehn,
Und kommen nach Haus, nach Art und Ordnung zu sehn.

Schweigend treten sie ein in den festlichen Raum -
Den Tritt der genagelten Stiefel - man hört ihn kaum -
Sie stellen sich still zu Vater und Mutter und Kind;
Aber sie spüren, daß sie erwartete Gäste sind:

Es steht für sie ein Stuhl am gedeckten Tisch,
Es glüht für sie im Glase dunkel der Wein,
Und in die Weihnachtslieder, gläubig und frisch
Stimmen sie fröhlichen Herzens mit ein.

Hinter dem Bild mit dem Stahlhelm dort an der Wand
Steckt ein Tannenreisig mit silbernem Stern.
Es duftet nach Tannen und Apfel und Mandelkern
Und es ist alles wie sonst - und der Tod ist so fern -
Wenn dann die Kerzen am Lichterbaum zu Ende gebrannt,
Legt der tote Soldat die erdverkrustete Hand

Jedem der Kinder leise aufs junge Haupt:
"Wir starben für euch, weil wir an Deutschland geglaubt."
Einmal im Jahr, nach der heiligen Nacht,
Beziehen die toten Soldaten wieder die ewige Wacht.