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Vollständige Version anzeigen : Holz zu Strom - RWE eignet sich unser Holz an



Frei-denker
22.09.2008, 10:57
Restholz wird zu Strom – Pilotprojekt des Landes und der RWE
Holz soll zukünftig eine stärkere Rolle bei der Energieerzeugung in Nordrhein-Westfalen spielen. Umweltminister Eckhard Uhlenberg und Berthold Bonekamp, Vorstandsvorsitzender der RWE Energy AG, ha*ben heute in Düsseldorf einen Vertrag unterzeichnet, der den Einsatz so genannter Forstbiomasse in Biomasseheizkraftwerken vorsieht. Die RWE Key Account Contracting GmbH als das hierfür verantwortliche Unternehmen will bis zum Jahr 2020 bis zu zehn dieser Kraftwerke bauen, in denen aus Holz Strom und Wärme gewonnen wird. Das Land verpflichtet sich im Gegenzug dazu, das Unternehmen bei der Be*schaffung der notwendigen Holzmengen zu unterstützen. Zum Einsatz kommt dabei vor allem Restholz, also Bruchholz, Äste und Kronenma*terial, das normalerweise im Wald liegen bleibt und dort verrottet. Die Standorte der Kraftwerke sollen so ausgewählt werden, dass die benö*tigte Biomasse jeweils im Umkreis von 30 bis 50 Kilometern in aus*reichender Menge vorhanden ist.

„Von dieser Vereinbarung profitieren die Waldbesitzer im Land gleich mehrfach. Sie eröffnen sich einen neuen Absatzmarkt für bisher nicht genutztes Holz und sparen die Kosten für die Räumung des Waldes. Diese ist vor einer Wiederaufforstung nach den Sturmschäden durch Kyrill notwendig. Außerdem schützen sie die Nachbarbestände vor Schädlingen. Denn das Bruchholz ist ein beliebter Brutplatz des Bor*kenkäfers, und das Entfernen des Holzes ist ein wesentlich umwelt*freundlicherer Schutz der Natur als der Einsatz von Chemie gegen den Käfer oder das Verbrennen des Holzes“, so Umweltminister Eckhard Uhlenberg heute bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. „Gleichzeitig leisten wir einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz, weil wir es möglich machen, diesen Bereich der Biomasse nun erstmals in großem Stil in*dustriell zu nutzen.“

Das erste Biomasseheizkraftwerk will die RWE Key Account Contracting GmbH bereits im nächsten Jahr bauen, so dass es in der zweiten Jah*reshälfte 2009 seine Arbeit aufnehmen kann. Es soll im interkommuna*len Industriepark Wittgenstein errichtet werden. RWE will hier 25 Millio*nen Euro investieren. „Biomasseanlagen arbeiten energieeffizient und CO2-neutral. Sie sind deshalb ein wichtiger Baustein zum Aufbau einer zukunftsorientierten Energieversorgung. Mit diesem innovativen Projekt wollen wir unser Portfolio an energieeffizienten und klimafreundlichen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen weiter ausbauen. Damit wird das um*fangreiche Programm zum Bau neuer Kohlekraftwerke im RWE-Konzern ergänzt“, so Berthold Bonekamp.

Pro Jahr benötigt das Kraftwerk in Wittgenstein rund 50.000 Tonnen Brennmaterial. Als Brennstoff wird überwiegend Holz aus den wald*reichen Regionen des Sauer- und Siegerlandes eingesetzt. Dabei han*delt es sich um naturbelassene Waldresthölzer wie Schwachholz, Rei*sig, Kronenmaterial sowie Strauch- und Grünschnitt aus der Land*schaftspflege. Sichergestellt wird die Brennstoffversorgung mit Holz aus der Region.

Die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage wird ausgelegt auf eine Leistung von rund 30 Megawatt (MW) thermisch und maximal acht MW elektrisch. Die ausgekoppelte Wärme – etwa 80.000 Tonnen Dampf pro Jahr – wird an die Firma Vis Nova GmbH geliefert, die auf einem benachbarten Grund*stück ein neues Werk zur Produktion von Holzbriketts errichten will. Der in dem Heizkraftwerk produzierte Strom wird nach den Bestimmungen des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) in das öffentliche Netz ein*gespeist. Dank der Kraft-Wärme-Kopplung erreicht die Anlage einen Gesamtwirkungsgrad von bis zu 70 Prozent.
Zum Seitenanfang

http://www.ea-nrw.de/_infopool/page.asp?InfoID=5709&find=biomasseheizkraftwerk


Erinnert sich noch jemand, wie ich vor etwa einem Jahr in einem Thread die Stromerzeugung mit Holz vorstellte und dabei den Gedanken aufwarf, man müßte Deutschland großflächig aufforsten und aus dem Holz Strom gewinnen - als Alternative zu Atomkraft?

Damals, wie bei fast jeder innovativen Idee meinten die hiesigen (Möchtegern-) "Experten" sich durch ins Lächerliche ziehen des Themas populistisch profilieren zu müssen - jetzt holt die Realität sie ein.

Gemäß des Artikels erkannte wohl auch RWE bereits letztes Jahr die Chancen derartiger innovativer Energiegewinnung durch nachwachsende Rohstoffe. Immerhin hat ein Kilo Holz etwa den Energiegehalt 4 KWh.

Die Schweinerei, die jedoch in diesem Fall abläuft ist die Tatsache, dass sich RWE das Holz Deutschlands aneignet und dies in Form von Strom überteuert an die Bevölkerung verkauft. Obendrein haben die Politiker (vermutlich gut geschmiert) das Land verpflichtet, diesem Abzocker bei der Beschaffung des Holzes "behilflich zu sein". Es ist anzunehmen, dass der Steuerzahler das Schlagen und trocknen sowie den Transports des Holzes aus dem Wald bezahlt.

Da werden Recourcen unseres Landes für die Bereicherung eines Konzerns zweckentfremdet. Recourcen, die in einem staatlichen Stromkonzern der Bevölkerung billiger und sinnvoller zugute kommen könnten.

Meine Idee damals war einfach bessern! :D

kotzfisch
22.09.2008, 11:03
Erstens wäre es schön, wenn man erführe,wo Du denn diesen Artikel her hast.
(Link übersehen- Sorry!-siehe Postings weiter unten!)

Zweitens - ein Ersatz für Atomkraft? Bitte! Rechne mal nach! Ridikül das!
30 MW gegen etwa 1200 MW eines AKW Blocks.(Flächenverbrauch-Rohstoffverfügbarkeit etc.)

Drittens- reingefallen! Dank EEG gibt sich die RWE einen ökokorrekten, grünen Anstrich.

War sonst noch etwas?

Weder Deine Windmühlenfaszination, noch Deine "wir verheizen den Wald" Phanstastereien haben irgend eine Relevanz.

Deine Ideen sollten sich "bessern", sie waren es nicht!

McDuff
22.09.2008, 11:04
Klar so werden die Preise hochgejagt und es gibt, außer frieren, keine Chance den Energiemolochen zu entkommen.

Frei-denker
22.09.2008, 11:05
Bedienungsanleitung für einen Link:

1. Fahre mit der Maus über den Link

2. Drücke die linke Maustaste mit dem rechten Zeigefinger

3. Lese den im erscheinenden Fenster stehenden Artikel.

kotzfisch
22.09.2008, 11:13
Oh- sorry-habe ich tatsächlich übersehen.Besten Dank!

1200 geteilet durch 30 sind?
Na? 40 Holzkraftwerke.

Puh!

Ziemlich viel Platzverbrauch,was?
Von der Anbaufläche ganz zu schweigen!

Wie ersetzt Du dadurch Atomstrom- rechne mal vor!

Biskra
22.09.2008, 11:30
Oh- sorry-habe ich tatsächlich übersehen.Besten Dank!

1200 geteilet durch 30 sind?
Na? 40 Holzkraftwerke.

Puh!

Ziemlich viel Platzverbrauch,was?
Von der Anbaufläche ganz zu schweigen!

Wie ersetzt Du dadurch Atomstrom- rechne mal vor!

Das geht bestimmt wenn sich dann jeder noch ne Windmühle aufs Dach setzt und ein paar Bonsaibäume im Keller wachsen lässt. :)) :D

kotzfisch
22.09.2008, 11:48
Augenblick,Biskra- hier hat FD jetzt die Chance eine seriöse Rechnung aufzumachen, welchen Beitrag die Holzverstromung in der BRD seiner Ansicht nach leisten kann.


Ich bin gespannt.

malnachdenken
22.09.2008, 11:53
Meine Idee damals war einfach bessern! :D


Der Unterschied war wohl, daß Du gleich den gesamten Forst zum Energiegewinn machen wolltest.
Davon steht im RWE-Artikel nichts.
Natürlich ist Holz als Energieträger bekannt und wird, wenn wirtschaftlich auch genutzt. Brauchst Dich jetzt also nicht als Über-Ideen-Mensch hier hinstellen.

cajadeahorros
22.09.2008, 11:56
Interessant in diesem Zusammenhang ist ja auch dass RWE aus dem jüdischen Energieerzeuger Lahmeyer hervorgegangen ist dessen jüdischer Direktor Bernhard Salomon Mitbegründer war. RWE muss daher als eine jüdische Gesellschaft bezeichnet werden was dem ganzen eine ganz andere Note gibt.

kotzfisch
22.09.2008, 12:10
OGott:eine jüdische Verschwörung gegen den DEUTSCHEN Wald?

Hemera
22.09.2008, 12:15
Das geht bestimmt wenn sich dann jeder noch ne Windmühle aufs Dach setzt und ein paar Bonsaibäume im Keller wachsen lässt. :)) :D

:2faces:

Aber bitte eine quadratische mit überdimensionalen Rotoren, die dann energiesparend auch gleich den Rasen mähen können.

cajadeahorros
22.09.2008, 12:25
OGott:eine jüdische Verschwörung gegen den DEUTSCHEN Wald?

Das ist eine Dimension die nur von den professionellen Gutmenschen geleugnet werden kann.

kotzfisch
22.09.2008, 12:25
Letzte Chance für FD.

jochen53
22.09.2008, 13:36
Oh- sorry-habe ich tatsächlich übersehen.Besten Dank!

1200 geteilet durch 30 sind?
Na? 40 Holzkraftwerke.

Puh!

Ziemlich viel Platzverbrauch,was?
Von der Anbaufläche ganz zu schweigen!

Wie ersetzt Du dadurch Atomstrom- rechne mal vor!
Bei 25 Mio € und 30 MW sind das weniger als 1 Mio Investition pro MW Kapazität. Liegt also im Bereich von 1/4 eines AKWs und spart damit schon mal von Haus aus pro Jahr ca. 100.000 €/MW für Zinsen, Risiko-Rücklage und Müll-Lagerng etc.

Auch schätze ich mal, das 40 derartige Kraftwerke zusammen wesentlich geringere Betriebskosten haben als 1 AKW. Wegen der dezentralen Lage gibt es auch geringere Leitungsverluste. Im Presseartikel wurde nicht erwähnt, dass auch große Mengen Holzasche anfallen, das ist guter Dünger. Hinzu kommen viele Arbeitsplätze für Geringqualifizierte, z.B. beim Einsammeln und Transport des Holzes sowie vermiedene Schäden durch Borkenkäfer, Waldbrände etc.

Niemand hat behauptet, mit der in Deutschland verfügbaren Biomasse könnte der gesamte Energiebedarf abgedeckt werden. Fakt ist dagegen, dass mit jedem nicht gebauten AKW die Gefahr eines verheerenden Unfalls sinkt. Auch ist dieser Strom grundlastfähig und da meines Wissens auch Biogas anfällt, evtl. sogar für Spitzenlast geeignet.

Michel
22.09.2008, 13:53
Bei 25 Mio € und 30 MW sind das weniger als 1 Mio Investition pro MW Kapazität. Liegt also im Bereich von 1/4 eines AKWs und spart damit schon mal von Haus aus pro Jahr ca. 100.000 €/MW für Zinsen, Risiko-Rücklage und Müll-Lagerng etc.

Das wäre aber antiliberal.
Wie kann man nur wollen, das eine kleine Oligarschie und ihre Mitläufer (bei Parteien usw.) nicht mehr das Volk ausplündern kann.

Also wirklich.

Solche Holzkraftwerke wären vor allem im ländlichen Gebieten (Gemeinden) eine gute Alternative, und vielen würden unabhängig werden.
Wie kann man nur auf solche Ideen wie der Freiheit und Unabhängigkeit im Energiebereich kommen.

Mit neoliberalen Gruß.

Don
22.09.2008, 14:15
Bei 25 Mio € und 30 MW sind das weniger als 1 Mio Investition pro MW Kapazität. Liegt also im Bereich von 1/4 eines AKWs und spart damit schon mal von Haus aus pro Jahr ca. 100.000 €/MW für Zinsen, Risiko-Rücklage und Müll-Lagerng etc.

Moment. 30MW Heizleistung. elektrisch sind es bloß 8 MW.
25 Mio für 30 MW Dampferzeuiger sind eine ganz schöne Latte, meine beiden einst gebauten Kesselchen mit 5 MW kosteten zusammen bloß ca. 500k Euro incl. Bau und Nebenaggregaten.
Rein auf den Strom bezogen liegen wir also bei den Biomasseanlagen um die 3 Mio pro MW und sind pari.



Auch schätze ich mal, das 40 derartige Kraftwerke zusammen wesentlich geringere Betriebskosten haben als 1 AKW. Wegen der dezentralen Lage gibt es auch geringere Leitungsverluste. Im Presseartikel wurde nicht erwähnt, dass auch große Mengen Holzasche anfallen, das ist guter Dünger. Hinzu kommen viele Arbeitsplätze für Geringqualifizierte, z.B. beim Einsammeln und Transport des Holzes sowie vermiedene Schäden durch Borkenkäfer, Waldbrände etc.

Das ist nicht so simpel zu betrachten.

1. Die Betriebskosten sind mit Sicherheit bei weitem höher. 40 Werke erfordern 40 mal die komplette Organisation, Dauertransporte von Materal geringen Brennwerts und dessen Zwischenlagerung zu Sicherstellung der Versorgung in großen Mengen.

2. Feststoffbefeuerte Kessel haben ein enormes Korrosionsrisiko, ich habe grade bei einem Kunden in Indien Wärmetauscher angeboten da die verwendeten Heizgas/Luft Rohrbündel in einem mit Sägewerksabfall befeuerten Kessel innerhalb von Monaten wegfaulen. Wußte ich vorher auch nicht, Holz erzugt beim Verbrennen eine ganze Palette aggressiver Säuren die die Verwendung von Spezialstählen oder eben Guß erfordert.

3. Holzasche in signifikanter Menge kannst Du vielleicht auf den Philippinen verstreuen, das wird in Deutschland ein Entsorgungsproblem. Staubentwicklung sowie die mir nicht bekannte mögliche Belastung mit irgendwelchen Inhaltsstoffen. Ärger vorprogrammiert.

4. Blockheizkraftwerke sind nix Neues und machen durchaus Sinn. Ich beurteile das aber nicht aufgrund eines Zeitungsartikels über einen Subventionsabgriff. Ich baue auch Holzkessel wenn ein Minister auf Knien angerutscht kommt und mir die Chose praktisch bezahlt sowie eine Quaisibürgschaft für die Abnahme der erzeugten Wärme und Strom hinterherschmeißt.



Niemand hat behauptet, mit der in Deutschland verfügbaren Biomasse könnte der gesamte Energiebedarf abgedeckt werden. Fakt ist dagegen, dass mit jedem nicht gebauten AKW die Gefahr eines verheerenden Unfalls sinkt. Auch ist dieser Strom grundlastfähig und da meines Wissens auch Biogas anfällt, evtl. sogar für Spitzenlast geeignet.

Nein, Blockheizkraftwerke sind NICHT grundlastfähig. Außerhalb der Heizperiode laufen sie weit außerhalb ihrer Nennlast. Wenn sie den Dampf für die Stromerzeugung mittels Kleinturbinen auf Betriebsdruck halten müssen zzgl. Überhitzung müssen sie den Überschußdampf ablassen, da ein Feststofbrenner nur sehr behäbig regelbar ist. Eine Verschleuderung sondersgleichen. Für Spitzenlast sind sie ebenfalls nicht geeignet, das sind nur Gasturbinen oder Speicherwasserkraftwerke, die innerhalb 1-2 Minuten auf Leistung gehen können. Ein Feststoffkessel braucht Stunden.
Aber das ist bei 8 MW sowieso egal.

Don
22.09.2008, 14:29
Das wäre aber antiliberal.
Wie kann man nur wollen, das eine kleine Oligarschie und ihre Mitläufer (bei Parteien usw.) nicht mehr das Volk ausplündern kann.

Also wirklich.

Solche Holzkraftwerke wären vor allem im ländlichen Gebieten (Gemeinden) eine gute Alternative, und vielen würden unabhängig werden.
Wie kann man nur auf solche Ideen wie der Freiheit und Unabhängigkeit im Energiebereich kommen.

Mit neoliberalen Gruß.

Heizkraftwerke dieser Art gibt es bereits jede Menge. Hier geht es im Kraft/Wärme Kopplung, da wird es komplizierter.
Wir hatten bei meinem früheren Arbeitgeber ein Kesselhaus mit einer eigenen Dampfturbine die den Werksstrom produzierte. Etwa 5 MW. Insgesamt 3 Öl/Gas befeuerte Kessel mit einer Gesamtkapazität von etwa 60 to Sattdampf pro Stunde, wobei einer mit Überhitzer für die Turbine ausgestattet war.
(Das sind 500.000 to/Jahr also etwa 6 mal so groß wie die genannten RWE Einheiten.)

Die Turbine wurde Mitte der 80er Jahre stillgelegt, da deren Betrieb derart teuer war daß sich der Anschluß ans Netz innerhalb von 2 Jahren amortisiert hatte.

Die Begeisterung in Ehren, aber solche Projekte erfordern JEDESMAL eine individuelle Kosten/Nutzen Analyse, bei steuergeldalimentierten Vorzeigeprojekten ist dreifache Vorsicht geboten. Außerdem: spätestens wenn wir für 1/3 der el. Energie überhöhte Einspeisevergütung bezahlen wird der Irrsinn offensichtlich werden, dann lebt praktisch unserere komplette Stromversorgung von Subventionen ud weist Strukturen wie die Landwirtschaft auf. Viel Vergnügen.

jochen53
22.09.2008, 15:04
Hallo Don,

hast Du von dieser Geschichte schon gehört?

http://www.patent-de.com/20070726/DE102005045166B4.html

Da wird mit Biogas aus Holzkohleerzeugung ein Stirling Motor angetrieben. Soll aber nur bei Kleinstanlagen hinhauen. Habe gehört dass ein 110 KW Teil um die 50.000 EURO kosten soll. Hört sich meiner ersten Einschätzung nach interessant an, zumal ja auch noch Holzkohle und Abwärme anfällt.

Was ist Deine Meinung dazu?

Frei-denker
22.09.2008, 15:05
...Hinzu kommen viele Arbeitsplätze für Geringqualifizierte, z.B. beim Einsammeln und Transport des Holzes sowie vermiedene Schäden durch Borkenkäfer, Waldbrände etc.

...

Das halt ich auch für einen ganz interessanten Punkt.

Denn man muß sich klarmachen, dass die Wirtschaft außerstande ist, hinreichend Arbeitsplätze für Geringqualifizierte bereit zu stellen. Und solche wird es immer geben. Hinzu kommt, dass diese momentan vielfach arbeitslos sind und den Staat ca. 1000 € pro Monat und Nase inkl. Miete kosten.

Würde man diese nun im Wald Holzwirtschaft betreiben lassen, so wäre die Differenz zwischen Lohn und 1000 € nicht sonderlich hoch. Der Staat bekäme also die Holzarbeiten ohne sonderlich hohe Zusatzkosten erledigt. Und solche Arbeitsplätze würden helfen, das deutsche Energieproblem zu verkleinern.

Finde, das ist eine absolut fazinierende Kombination.

Don
22.09.2008, 15:35
Hallo Don,

hast Du von dieser Geschichte schon gehört?

http://www.patent-de.com/20070726/DE102005045166B4.html

Da wird mit Biogas aus Holzkohleerzeugung ein Stirling Motor angetrieben. Soll aber nur bei Kleinstanlagen hinhauen. Habe gehört dass ein 110 KW Teil um die 50.000 EURO kosten soll. Hört sich meiner ersten Einschätzung nach interessant an, zumal ja auch noch Holzkohle und Abwärme anfällt.

Was ist Deine Meinung dazu?

In Teilen, aber nicht in Verbindung mit einem Stirling Motor.
Mit Teilen meine ich die Verwendung von Pyrolysegas sowie Niedertemperaturverbrennung durch Beaufschlagung mit Verbrennungsgasen.
Zweiteres ist regelungtschnisch allerdings,naja, kritisch.

Jetzt sind die angeführten 50 bis 150 KWth nicht grade ein Büller, das heißt nämlich Kilowatt thermisch. Zur Veranschaulichung, ein Liter Öl beinhaltet etwa 12 KWh, so daß hier Brenner in der Größenordnung einer Zweifamilienhausheizung gemeint sind. Da paßt irgendwas nicht zusammen.
Vor allem paßt der Preis nicht.

Stirlingmotoren sind rein vom Funktionsprinzip her faszinierend, insbesondere arbeiten sie mit vergleichweise niedrigen Temperaturgefällen (Carnot), haben aber eben genau deshalb mehrere schwerwiegende Nachteile. 1. sie haben praktisch kein Drehmoment und sind 2. in der Drehzahl nur behäbig regelbar. Beides nicht eben optimale Voraussetzungen zur Generation el. Energie.

Hier ein Modell des deutschen Museums, man sieht sehr schön das Konstruktionsprinzip.
http://www.deutsches-museum-shop.com/pictures/6000000041205L.jpg

malnachdenken
22.09.2008, 15:49
Denn man muß sich klarmachen, dass die Wirtschaft außerstande ist, hinreichend Arbeitsplätze für Geringqualifizierte bereit zu stellen.


Muß sie ja auch nicht.
In der Wirtschaft müssen die Unternehmen wirtschaftlich agieren. Und wenn sie nicht so viele Geringqualifizierte braucht, dann muß an der Qualifikation gearbeitet werden.

Jodlerkönig
22.09.2008, 16:21
Letzte Chance für FD.
er googelt noch :))

klartext
22.09.2008, 16:22
Interessant in diesem Zusammenhang ist ja auch dass RWE aus dem jüdischen Energieerzeuger Lahmeyer hervorgegangen ist dessen jüdischer Direktor Bernhard Salomon Mitbegründer war. RWE muss daher als eine jüdische Gesellschaft bezeichnet werden was dem ganzen eine ganz andere Note gibt.

Noch nicht lange her, dass Gysi vo einem linken Antisemitismus gewarnt hat.
Ob er dabei dich gemeint hat ? Schon mal daran gedacht, mit der NPD zu fusionieren ?

klartext
22.09.2008, 16:25
Eine Nischenlösung für kleine Verbraucheineiten. Ballungsräume sind damit nicht zu versorgen, schon aus logistischen Gründen.
Die Gefahr besteht, dass dafür wieder schnellwachsende Monokulturen angelegt werden, die das natürlcihe Ökosystem zerstören.

cajadeahorros
22.09.2008, 16:26
Noch nicht lange her, dass Gysi vo einem linken Antisemitismus gewarnt hat.
Ob er dabei dich gemeint hat ? Schon mal daran gedacht, mit der NPD zu fusionieren ?

Statt hier 100.000 sinnlose Beiträge rauszuhauen solltest du mehr andere Beiträge lesen, dann würdest du auch den Witz verstehen.

klartext
22.09.2008, 16:45
Hallo Don,

hast Du von dieser Geschichte schon gehört?

http://www.patent-de.com/20070726/DE102005045166B4.html

Da wird mit Biogas aus Holzkohleerzeugung ein Stirling Motor angetrieben. Soll aber nur bei Kleinstanlagen hinhauen. Habe gehört dass ein 110 KW Teil um die 50.000 EURO kosten soll. Hört sich meiner ersten Einschätzung nach interessant an, zumal ja auch noch Holzkohle und Abwärme anfällt.

Was ist Deine Meinung dazu?

Das Kernproblem ist immer das selbe. Holz weist eine geringe Energiedichte auf, der Wasseranteil ist hoch. Einen Ballungsraum wie das Ruhrgebiet damit zu versorgen, scheitert deshalb am Mengenproblem.
Wir können die Bauern doch nicht zwingen, nur mehr Wald zu pflanzen. Sie bauen das an, was den grössten Etrag bringt.
Die Vorstellung, wir, wer immer das sein soll, forsten Deutschland auf, ist neben der Wirklichkeit.
Auch beim Biodiesel wurde nicht zu Ende gedacht.

Aldebaran
22.09.2008, 16:57
http://www.ea-nrw.de/_infopool/page.asp?InfoID=5709&find=biomasseheizkraftwerk


Erinnert sich noch jemand, wie ich vor etwa einem Jahr in einem Thread die Stromerzeugung mit Holz vorstellte und dabei den Gedanken aufwarf, man müßte Deutschland großflächig aufforsten und aus dem Holz Strom gewinnen - als Alternative zu Atomkraft?

Viel sinnvoller ist es, Holz für die Raumheizung zu verwenden und in Treibstoff zu verwandeln, als damit ausgerechnet die - mit Ausnahme der hier ausgereizten Wasserkraft - billigste und umweltfreundlichste Art der Stromerzeugung zu ersetzen.


Damals, wie bei fast jeder innovativen Idee meinten die hiesigen (Möchtegern-) "Experten" sich durch ins Lächerliche ziehen des Themas populistisch profilieren zu müssen - jetzt holt die Realität sie ein.

2005 betrug der Holzeinschlag in Deutschland 57 Mio m³. Hinzu kamen 11 Mio m³ Altholz, was also ein Aufkommen ohne Importe und Altpapier von 68 Mio m³ ergibt.

http://www.bfafh.de/bibl/pdf/iii_06_02.pdf

Nehmen wir an, durch intensivere Bewirtschaftung und Verwertung bisher nicht nutzbaren Kleinholzes ließe sich die Ausbeute auf 100 Mio m³ (10^8) erhöhen.

Der Heizwert von trockenem Holz liegt bei 16 MJ pro kg.

1 m³ Holz enthält grob 600 kg.

Also hat ein m³ ungefähr einen Heizwert von 10000 MJ (10^4).



Der gesamte Holzeinschlag lässt sich also in 10^8*10^4 MJ = 10^12 MJ Wärme verfeuern.

Bei einem Wirkungsgrad von 40% werden daraus 4*10^11 MJ elektrische Energie.

1 kWH = 3,6 MJ

Also sind das:

(4*10^11/3,6) kWh = ca. 10^11 kWh

Bis dahin klar?



Die deutsche Stromerzeugung betrug 2007 ungefähr:

6,4*10^11 kWh

Darunter aus Kernkraftwerken (trotz der Abschaltung Krümmels und Brunsbüttels):

1,4*10^11 KWh

http://www.ag-energiebilanzen.de/cms/verwaltung/files.php?path=../../daten/1202486788_91.0.98.84.pdf&name=BRD_Stromerzeugung1990-2007_08Feb2008.pdf&mime=application/pdf



In Worten: Selbst die Verfeuerung des gesamten deutschen Holzaufkommens kann nicht die Kernkraftwerke ersetzen.

Ende der Diskussion.


Nach solchen Rechnungen wird mir immer wieder klar, warum ich die Naturwissenschaften so liebe.

Aldebaran
22.09.2008, 17:03
Das halt ich auch für einen ganz interessanten Punkt.

Denn man muß sich klarmachen, dass die Wirtschaft außerstande ist, hinreichend Arbeitsplätze für Geringqualifizierte bereit zu stellen. Und solche wird es immer geben. Hinzu kommt, dass diese momentan vielfach arbeitslos sind und den Staat ca. 1000 € pro Monat und Nase inkl. Miete kosten.

Würde man diese nun im Wald Holzwirtschaft betreiben lassen, so wäre die Differenz zwischen Lohn und 1000 € nicht sonderlich hoch. Der Staat bekäme also die Holzarbeiten ohne sonderlich hohe Zusatzkosten erledigt. Und solche Arbeitsplätze würden helfen, das deutsche Energieproblem zu verkleinern.

Finde, das ist eine absolut fazinierende Kombination.

1. sind längst nicht alle Arbeitslosen zu körperlicher Arbeit bereit - die meisten haben es sowieso im Rücken und

2. wohnen sie nicht in den Wäldern. Wenn Du einen Weg weißt, die Berliner oder Doirtmunder Arbeitslosen zum Holzsammeln zu kriegen, lasse es mich wissen. Im ländlichen Raum ist die Arbeitslosigkeit jetzt schon eher gering.

jochen53
22.09.2008, 17:04
In Worten: Selbst die Verfeuerung des gesamten deutschen Holzaufkommens kann nicht die Kernkraftwerke ersetzen.
Das hat auch niemand behauptet. Aber schön dass Du uns mal gezeigt hast wie gut Du rechnen kannst.

jochen53
22.09.2008, 17:12
Viel sinnvoller ist es, Holz für die Raumheizung zu verwenden und in Treibstoff zu verwandeln, als damit ausgerechnet die - mit Ausnahme der hier ausgereizten Wasserkraft - billigste und umweltfreundlichste Art der Stromerzeugung zu ersetzen.

Und die währe? Meines Wissens kann damit nur Braunkohle gemeint sein. Sonst würden ja wohl nicht so viele neue Kraftwerke gebaut.

Oder kennst Du auch nur einen einzigen Energiekonzern in Deutschland, der konkrete Planungen für ein neues AKW hat? Dazu würden mich mal Details interessieren. Ja, natürlich ist es relativ billig wenn seit Jahrzehnten abgeschriebene Uraltmeiler weiterlaufen und der Steuerzahler für den Rückbau und die Endlagerung aufkommt.

Aldebaran
22.09.2008, 17:20
Und die währe? Meines Wissens kann damit nur Braunkohle gemeint sein. Sonst würden ja wohl nicht so viele neue Kraftwerke gebaut.

Oder kennst Du auch nur einen einzigen Energiekonzern in Deutschland, der konkrete Planungen für ein neues AKW hat? Dazu würden mich mal Details interessieren. Ja, natürlich ist es relativ billig wenn seit Jahrzehnten abgeschriebene Uraltmeiler weiterlaufen und der Steuerzahler für den Rückbau und die Endlagerung aufkommt.


(Der letzte Satz ist übrigens eine glatte Lüge. Für diese Kosten haben die Betreiber längst Rückstellungen gebildet.)

Ist die Frage etwa ernst gemeint?

Könnte es für die Planung neuer KKW in D vielleicht ein kleines, unbedeutendes Hindernis geben, das sich "Atomausstieg" nennt?

Neue KKW werden in etlichen europäischen Ländern geplant und z.T. gebaut. Zuletzt sind die Niederlande aufgesprungen.

Aldebaran
22.09.2008, 17:22
Das hat auch niemand behauptet.

Siehe Eingangsbeitrag.

klartext
22.09.2008, 17:36
Und die währe? Meines Wissens kann damit nur Braunkohle gemeint sein. Sonst würden ja wohl nicht so viele neue Kraftwerke gebaut.

Oder kennst Du auch nur einen einzigen Energiekonzern in Deutschland, der konkrete Planungen für ein neues AKW hat? Dazu würden mich mal Details interessieren. Ja, natürlich ist es relativ billig wenn seit Jahrzehnten abgeschriebene Uraltmeiler weiterlaufen und der Steuerzahler für den Rückbau und die Endlagerung aufkommt.

Der Steuerzahler kommt weder für Rückbau noch für Endlagerung auf, erzähle keine Märchen. Dafür wurden Rücklagen gebildet, wie es das Gesetz vorschreibt.
Bei uns werden keine neuen AKW gebaut, warum auch. Sie entstehen in den Nachbarländern und wir importieren dann diesen Strom.

jochen53
22.09.2008, 18:01
Das die deutschen Energieversorger keine Pläne für neue AKWs haben, das hat der Vorstandsvorsitzende von einem der Energieriesen kürzlich live im TV gesagt. Das wäre, nach seinen Worten, wegen der hohen Investitionen und Abschreibungen nicht wirtschaftlich. Es gehe den Energieversorgern nur darum, die Laufzeiten der Altanlagen zu verlängern.

Das hat also nichts mit dem gesellschaftlichen Umfeld in Deutschland zu tun. Wenn die Atomkraft wirklich wirtschaftlich wäre, würden in China und Indien nicht massenhaft neue Kohlekraftwerke gebaut.

Ach so, da habe ich mich wohl bei der Berichterstattung über Asse verhört, als da die Rede davon war, dass der Steuerzahler für alle Kosten der Endlagerung aufkommt.

klartext
22.09.2008, 18:18
Das die deutschen Energieversorger keine Pläne für neue AKWs haben, das hat der Vorstandsvorsitzende von einem der Energieriesen kürzlich live im TV gesagt. Das wäre, nach seinen Worten, wegen der hohen Investitionen und Abschreibungen nicht wirtschaftlich. Es gehe den Energieversorgern nur darum, die Laufzeiten der Altanlagen zu verlängern.

Das hat also nichts mit dem gesellschaftlichen Umfeld in Deutschland zu tun. Wenn die Atomkraft wirklich wirtschaftlich wäre, würden in China und Indien nicht massenhaft neue Kohlekraftwerke gebaut.

Ach so, da habe ich mich wohl bei der Berichterstattung über Asse verhört, als da die Rede davon war, dass der Steuerzahler für alle Kosten der Endlagerung aufkommt.

Du solltest das diesbezügliche Gesetz lesen. Die Rüclagen dafür betragen derzeit ca. 13 Milliarden.
Un nur am Rande, in China sind 38 AKW in Planung und 14 im Bau. Und in der Schweiz werden derzeit zwei alte AKW durch ein neues ersetzt. Und-und-und.
Nicht alle Länder sind so dumm wie wir.

Michel
22.09.2008, 18:24
Du solltest das diesbezügliche Gesetz lesen. Die Rüclagen dafür betragen derzeit ca. 13 Milliarden.
Un nur am Rande, in China sind 38 AKW in Planung und 14 im Bau. Und in der Schweiz werden derzeit zwei alte AKW durch ein neues ersetzt. Und-und-und.
Nicht alle Länder sind so dumm wie wir.


Du solltest mal schauen wieviel AKW´s in den nächsten Jahren stillgelegt werden.

Außerdem würde ich mal empfehlen nachzusehen, wieviel spaltbares Uran jedes Jahr abgebaut wird.


Uran und Kernenergie -
ein Hintergrundpapier der Energy Watch Group

Langzeitperspektive

Ein deutlicher Ausbau der Kernenergie in der Form, wie sie bislang bekannt ist, wird - so die Ergebnisse der Studie der Energy Watch Group - an der mangelnden Versorgung mit Uran scheitern

http://www.faktor-x.info/wissenschaft/uran-und-kernenergiebrfebruar-2007/


Atomkraft wird noch nicht einmal China´s höhreren jährlichen Energieverbrauch abdecken können.

Das sind Tatschen und nicht irgendwelche Phantasmen.

Uranabbau und -verbrach

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22340/22340_2.jpg

lupus_maximus
22.09.2008, 18:29
Du solltest mal schauen wieviel AKW´s in den nächsten Jahren stillgelegt werden.

Außerdem würde ich mal empfehlen nachzusehen, wieviel spaltbares Uran jedes Jahr abgebaut wird.


Atomkraft wird noch nicht einmal China´s höhreren jährlichen Energieverbrauch abdecken können.
Die Versorgung mit Uran war nie ein Thema. Durch die Effektivität des Kernbrennstoffes wird nur sehr wenig davon gebraucht, außerdem kann auch noch Thorium verwendet werden und dies ist massenweise vorhanden.

klartext
22.09.2008, 18:37
Du solltest mal schauen wieviel AKW´s in den nächsten Jahren stillgelegt werden.

Außerdem würde ich mal empfehlen nachzusehen, wieviel spaltbares Uran jedes Jahr abgebaut wird.


Atomkraft wird noch nicht einmal China´s höhreren jährlichen Energieverbrauch abdecken können.

Das sind Tatschen und nicht irgendwelche Phantasmen.

Uranabbau und -verbrach

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22340/22340_2.jpg

Du verwechselst Abbau und Vorkommen. Die Deutschen scheinen die gesamte Welt für dumm zu halten.

Michel
22.09.2008, 18:42
Die Versorgung mit Uran war nie ein Thema. Durch die Effektivität des Kernbrennstoffes wird nur sehr wenig davon gebraucht, außerdem kann auch noch Thorium verwendet werden und dies ist massenweise vorhanden.

Tatsächlich?


Ausblick
Viele Uranabbaustätten stillgelegt
Der weltweite Bedarf an Uran beläuft sich derzeit auf etwa 172 Mio. Pfund jähr-lich. Der Hauptverwendungszweck ist der Einsatz in den 435 Nuklearkraftwer-ken, die derzeit weltweit betrieben werden. Zu den weltgrößten Uranproduzen-ten zählen Kanada, Australien und die USA. Allerdings stehen zahlreiche Uran-vorkommen am Ende der Produktionsphase.[ Durch den jahrelangen Preisverfall wurden viele Vorkommen nicht mehr ausgebeutet und der Abbau konzentrierte sich auf die ergiebigsten Lagerstätten. In Deutschland wurde der Uranbergbau vollkommen aufgegeben. Durch die Überproduktion an Uran wurden weltweit große Lagerbestände aufgebaut.

In den letzten Jahren wurden die Lagerbestände weitgehend abgebaut. Mittlerweile droht eine Angebotslücke zu entstehen, da der weltweite Verbrauch an Uran deutlich höher liegt als dessen aktuelle Produktion. Weltweit werden der-zeit jährlich 172 Mio. Pfund an Uran verbraucht. Die Produktion erreicht jedoch nur 92 Mio. Pfund pro Jahr.

Aufgrund der Funktionsweise von Nuklearkraftwerken können diese bei Engpäs-sen in der Uranversorgung nur äußerst schwer vorübergehend abgeschalten werden. Die Kraftwerke müssen stets einen Mindestbetrieb aufrechterhalten und sind damit auf eine Mindestversorgung an Uran angewiesen. Zudem ist der Roh-stoff nicht zu ersetzen.

http://www.performaxx.de/pdf/uran-markt_041025_b_oa.pdf

Die ergiebigsten Lagerstätten sind ausgebeutet worden, das aus Atomwaffen gewonnene Uran fällt im Jahr 2013 mit der Abrüstung der letzten Kernwaffen (Abrüstungsvertrag) weg.

Danach gibts ne Deckungslücke von min 50 000 t Uran pro Jahr, also die Hälfte des weltweiten Uranverbrauchs.

Das sind Tatschen.

jochen53
22.09.2008, 18:43
Wenn das AKW in Finnland an 300 Tagen 24 Std. 1.600 MW produziert und eine KWH ab Werk 4 Cent bringt, komme ich auf 460 Mio brutto-Jahresumsatz.

Wenn das Teil wirklich "nur" 4,5 Mrd kostet, entsprechen 10% Kapitalverzinsung und Abschreibung schon mal 450 Mio. Und das ist extrem niedrig angesetzt. Hinzu kommen Betriebskosten von ca. 100 Mio.

Entweder habe ich mich verrechnet oder das sieht nicht gerade nach einer rentablen Geschäftsidee aus.

Frei-denker
22.09.2008, 22:22
Viel sinnvoller ist es, Holz für die Raumheizung zu verwenden und in Treibstoff zu verwandeln, als damit ausgerechnet die - mit Ausnahme der hier ausgereizten Wasserkraft - billigste und umweltfreundlichste Art der Stromerzeugung zu ersetzen. .
Äh, könnte es sein, dass du die Arbeitsweise des Blockheizkraftwerkes noch nicht verstanden hast?



Bei einem Wirkungsgrad von 40% werden daraus 4*10^11 MJ elektrische Energie.

1 kWH = 3,6 MJ

Also sind das:

(4*10^11/3,6) kWh = ca. 10^11 kWh

Bis dahin klar?



Die deutsche Stromerzeugung betrug 2007 ungefähr:

6,4*10^11 kWh

Darunter aus Kernkraftwerken (trotz der Abschaltung Krümmels und Brunsbüttels):

1,4*10^11 KWh

http://www.ag-energiebilanzen.de/cms/verwaltung/files.php?path=../../daten/1202486788_91.0.98.84.pdf&name=BRD_Stromerzeugung1990-2007_08Feb2008.pdf&mime=application/pdf



In Worten: Selbst die Verfeuerung des gesamten deutschen Holzaufkommens kann nicht die Kernkraftwerke ersetzen.

Ende der Diskussion.


Nach solchen Rechnungen wird mir immer wieder klar, warum ich die Naturwissenschaften so liebe.

Vorab: schöne Rechnung. So kommen wir der Sache näher! :klatsch:

Ein wesentlicher Punkt ist dir in deiner Rechnung jedoch entgangen:


Du rechnest bei dem verbrannten Holz eine Stromerzeugung von 40%. Soweit so gut - doch was passiert mit den restlichen 60%? Verschwinden die einfach in die Luft, wie bei AKWs oder Braunkohlekraftwerken?

Nein, bei einem BHKW wird diese Restwärme, bzw. das Restwarmwasser zum Heizen oder Warmwasserbereiten in Wohnhäusern verwendet, wodurch dort weniger fossile Brennstoffe verbrannt werden müssen.

Der Wirkungsgrad der BHKWs liegt somit deutlich über dem herkömmlicher Kraftwerke, die nur 40% des Brennwertes für die Stromerzeugung verwenden.

Hier der Wirkungsgrad von BHKWs:


Der höhere Gesamtnutzungsgrad gegenüber der herkömmlichen Kombination von lokaler Heizung und zentralem Großkraftwerk resultiert aus der Nutzung der Abwärme der Stromerzeugung direkt am Ort der Entstehung. Der Wirkungsgrad der Stromerzeugung liegt dabei, abhängig von der Anlagengröße, zwischen etwa 25 und 50 %. Durch die ortsnahe Nutzung der Abwärme wird die eingesetzte Primärenergie aber zu 80 bis über 90 % genutzt. Blockheizkraftwerke können so bis zu 40 % Primärenergie einsparen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Blockheizkraftwerk

Man würde folglich ca. 40% an Brennstoff in den Häusern einsparen.

Würde man aus diesen 40% wiederum 40% Strom gewinnen, so hätte man zusätzliche 16% mehr an Strom.

Zu den von dir errechneten 10^11 KWh aus Holzverbrennung kämen also noch weitere 16% hinzu. 10^11 KWh sind 40%, folglich sind 56% gleich

1,55*10^11 KWh, was bereits mehr ist, als heute über AKWs produziert wird.

Holzbetriebene BHKW sind also durchaus in der Lage, einen großen Teil, wenn nicht gar alle AKWs zu ersetzen.

Die Möglichkeit, Holz z.B. aus Russland zu importieren haben wir dabei ja noch gar nicht beleuchtet. Es ist denkbar, dass Holz pro KWh billiger als Heizöl ist. In diesem Fall wäre eine Versorgung Deutschlands mit Holz volkswirtschaftlich sogar günstiger. Statt dass in Häusern Heizöl verbrannt wird, könnte man sie über ein BHKW beheizen und obendrein Geld sparen.

Auch die von mir früher mal vorgeschlagene Aufforstung brach liegender Flächen in D ist dabei noch nicht berücksichtig. Warum Agrarsubventionen für Stillegen von Flächen bezahlen, anstatt dort Forstwirtschaft zu betreiben?

Die Möglichkeit, Menschen so wieder in Arbeit zu bringen sprach ich bereits an.

Biskra
22.09.2008, 22:38
http://de.wikipedia.org/wiki/Blockheizkraftwerk

Man würde folglich ca. 40% an Brennstoff in den Häusern einsparen.

Lass dir mal von deinem Deutschlehrer erklären was die Formulierung "bis zu" bedeutet.

FranzKonz
22.09.2008, 22:40
Lass dir mal von deinem Deutschlehrer erklären was die Formulierung "bis zu" bedeutet.

Sag nicht solche Sachen, oder willst Du am Selbstmord eines Lehrers Schuld sein?

Biskra
22.09.2008, 22:45
Sag nicht solche Sachen, oder willst Du am Selbstmord eines Lehrers Schuld sein?

Lasst euch mal von euren Deutschlehrern erklären was die Formulierung "ab X Euro" bedeutet....

Lasst euch mal von euren Mathelehrern erklären was π bedeutet...

Lasst euch mal von euren Geschichtslehrern erklären was Revolution bedeutet...
...

Aldebaran
22.09.2008, 23:30
Äh, könnte es sein, dass du die Arbeitsweise des Blockheizkraftwerkes noch nicht verstanden hast?

Vorab: schöne Rechnung. So kommen wir der Sache näher! :klatsch:

Ein wesentlicher Punkt ist dir in deiner Rechnung jedoch entgangen:


Du rechnest bei dem verbrannten Holz eine Stromerzeugung von 40%. Soweit so gut - doch was passiert mit den restlichen 60%? Verschwinden die einfach in die Luft, wie bei AKWs oder Braunkohlekraftwerken?

Nein, bei einem BHKW wird diese Restwärme, bzw. das Restwarmwasser zum Heizen oder Warmwasserbereiten in Wohnhäusern verwendet, wodurch dort weniger fossile Brennstoffe verbrannt werden müssen.

Der Wirkungsgrad der BHKWs liegt somit deutlich über dem herkömmlicher Kraftwerke, die nur 40% des Brennwertes für die Stromerzeugung verwenden.

Hier der Wirkungsgrad von BHKWs:


http://de.wikipedia.org/wiki/Blockheizkraftwerk

Man würde folglich ca. 40% an Brennstoff in den Häusern einsparen.

Würde man aus diesen 40% wiederum 40% Strom gewinnen, so hätte man zusätzliche 16% mehr an Strom.

Nein, da steht ein Denkfehler hinter. Die Gesamtausbeute an Strom und Heizwärme ist größer, aber nicht die Stromausbeute. Bei Anwendung von Kraft-Wärme-Kopplung wird pro Brennstoffeinheit weniger Strom produziert als in einem reinen Wärmekraftwerk.

Hinzu kommen die jahreszeitlichen Schwankungen. Im Sommer wird praktisch nur Strom gebraucht, bei Kälte dagegen sehr viel Heizenergie. Im Sommer greift der hohe Wirkungsgrad also nicht, während im Winter des öfteren die Stromerzeugung zugunsten der Heizung vermindert werden müsste - ausgerechnet dann, wenn auch die Windkraftwerke (windstilles Kältehoch) und die Solarzellen (Tageslänge und Sonneneinstrahlung) fast nichts bringen.

Die günstigen Rechungen über die Blockheizkraftwerke stimmen nämlich nur dann, wenn der Strom unabhängig vom Bedarf abgegeben werden kann, wenn also Großkraftwerke bereitstehen, die für den Ausgleich sorgen.



Die Möglichkeit, Holz z.B. aus Russland zu importieren haben wir dabei ja noch gar nicht beleuchtet. Es ist denkbar, dass Holz pro KWh billiger als Heizöl ist. In diesem Fall wäre eine Versorgung Deutschlands mit Holz volkswirtschaftlich sogar günstiger. Statt dass in Häusern Heizöl verbrannt wird, könnte man sie über ein BHKW beheizen und obendrein Geld sparen.

Auch die von mir früher mal vorgeschlagene Aufforstung brach liegender Flächen in D ist dabei noch nicht berücksichtig. Warum Agrarsubventionen für Stillegen von Flächen bezahlen, anstatt dort Forstwirtschaft zu betreiben?

Die Möglichkeit, Menschen so wieder in Arbeit zu bringen sprach ich bereits an.

Es gibt weitere Probleme. Da wäre die Trocknung dieser riesigen Holzmengen und vor allem der Transport: Ein bestimmtes Volumen an Holz enthält nur etwa ein Viertel des Brennwertes wie dasselbe Volumen an Steinkohle. Dezentrale Blockheizkraftwerke würden weit entfernt von den Waldgebieten liegen und müssten per LkW beliefert werden.

Nicht berücksichtigt wird auch der jetzt schon vorhandene Bedarf an Holz, und zwar weltweit.

Brachliegende Flächen gibt es kaum noch. Da wächst jetzt Raps.

klartext
23.09.2008, 01:39
Nein, da steht ein Denkfehler hinter. Die Gesamtausbeute an Strom und Heizwärme ist größer, aber nicht die Stromausbeute. Bei Anwendung von Kraft-Wärme-Kopplung wird pro Brennstoffeinheit weniger Strom produziert als in einem reinen Wärmekraftwerk.

Hinzu kommen die jahreszeitlichen Schwankungen. Im Sommer wird praktisch nur Strom gebraucht, bei Kälte dagegen sehr viel Heizenergie. Im Sommer greift der hohe Wirkungsgrad also nicht, während im Winter des öfteren die Stromerzeugung zugunsten der Heizung vermindert werden müsste - ausgerechnet dann, wenn auch die Windkraftwerke (windstilles Kältehoch) und die Solarzellen (Tageslänge und Sonneneinstrahlung) fast nichts bringen.

Die günstigen Rechungen über die Blockheizkraftwerke stimmen nämlich nur dann, wenn der Strom unabhängig vom Bedarf abgegeben werden kann, wenn also Großkraftwerke bereitstehen, die für den Ausgleich sorgen.




Es gibt weitere Probleme. Da wäre die Trocknung dieser riesigen Holzmengen und vor allem der Transport: Ein bestimmtes Volumen an Holz enthält nur etwa ein Viertel des Brennwertes wie dasselbe Volumen an Steinkohle. Dezentrale Blockheizkraftwerke würden weit entfernt von den Waldgebieten liegen und müssten per LkW beliefert werden.

Nicht berücksichtigt wird auch der jetzt schon vorhandene Bedarf an Holz, und zwar weltweit.

Brachliegende Flächen gibt es kaum noch. Da wächst jetzt Raps.

Hat wenig Sinn mt Frei-Denker, er baut unentwegt Luftschlösse. Zwar haben wir in D auch grosse Waldflächen, aber nur ein Teil davon ist Wirtschaftwald. Das grösste zusammenhängende Waldgebiet Europas, der Bayerische Wald, ist Naturschutzgebiet ebenso wie viele Waldgebiete im Alptenraum. Dort ist jede Bewirtschaftung ausgeschlossen.
Es gibt keine Brachflächen für Waldanbau.

kotzfisch
23.09.2008, 06:47
Das ganze ist einfach Unsinn: undurchdacht und als grünes Mäntelchen für den Stromriesen gedacht.

FDs Luftschlösser werden nicht besser, sondern immer abstruser.

jochen53
23.09.2008, 09:11
3. Holzasche in signifikanter Menge kannst Du vielleicht auf den Philippinen verstreuen, das wird in Deutschland ein Entsorgungsproblem. Staubentwicklung sowie die mir nicht bekannte mögliche Belastung mit irgendwelchen Inhaltsstoffen. Ärger vorprogrammiert.
Guckst Du mal hier:

http://www.innovations-report.de/html/berichte/agrar_forstwissenschaften/bericht-14670.html

Als Dünger für Waldböden ist Holzasche also durchaus geeignet, auch zur Neutralisierung saurer Böden. Auf jeden Fall ist es eine Alternative zum herkömmlichen Kalken, welches ja langfistig auch nicht unproblematisch ist: "Kalken macht Väter reich und Söhne arm".

Wenn die Asche dann zur Düngung von Flächen für Energiepflanzen verwendet wird, reduziert sich die Schwermetall-Problematik Richtung Null.

kotzfisch
23.09.2008, 09:36
Hallo Jochen- alles richtig,was Du sagst.

Jedoch ist die Vorstellung, auch nur einen nennenswerten Bruchteil
des deutschen Strombedarfs aus Holz generieren zu können, illusionär-soweit zur FDs Spezialutopie.

Don
23.09.2008, 10:19
Ä
Würde man aus diesen 40% wiederum 40% Strom gewinnen, so hätte man zusätzliche 16% mehr an Strom.



Wären die Wissenschaftler und Ingenieure nicht fatalerweise den Irrlehren der Thermodynamik erlegen würde das zweifelsohne inzwischen von Leuten wie Dir umgesetzt.
So in der Art wie Alchemisten Blei zu Gold verwandelten.

Man sollte populärwissenschaftliche Glotzenprogramme prinzipiell verbieten, oder den Empfang zumindest von einem Eignungstest abhängig machen.

Don
23.09.2008, 10:24
Guckst Du mal hier:

http://www.innovations-report.de/html/berichte/agrar_forstwissenschaften/bericht-14670.html

Als Dünger für Waldböden ist Holzasche also durchaus geeignet, auch zur Neutralisierung saurer Böden. Auf jeden Fall ist es eine Alternative zum herkömmlichen Kalken, welches ja langfistig auch nicht unproblematisch ist: "Kalken macht Väter reich und Söhne arm".

Wenn die Asche dann zur Düngung von Flächen für Energiepflanzen verwendet wird, reduziert sich die Schwermetall-Problematik Richtung Null.

Ich räume ein mich damit nicht beschäftigt zu haben, ich sprach nur eine kleine Auswahl an um die Problemstellung zu beleuchten.

Dein letzter Satz ist allerdings falsch. Die Ausbringung von Schwermetallen, wenn sie vorhanden sind was ich nicht weiß, würde zu einer Anreicherung im Boden führen völlig egal ob ich das in Schilfplantagen oder auf dem Muroroa Atoll mache. Es wäre keine Option.

Don
23.09.2008, 11:09
Wenn das AKW in Finnland an 300 Tagen 24 Std. 1.600 MW produziert und eine KWH ab Werk 4 Cent bringt, komme ich auf 460 Mio brutto-Jahresumsatz.

Wenn das Teil wirklich "nur" 4,5 Mrd kostet, entsprechen 10% Kapitalverzinsung und Abschreibung schon mal 450 Mio. Und das ist extrem niedrig angesetzt. Hinzu kommen Betriebskosten von ca. 100 Mio.

Entweder habe ich mich verrechnet oder das sieht nicht gerade nach einer rentablen Geschäftsidee aus.

Nun, als erste Überschlagsrechnung mache ich das bei Projekten auch so ähnlich, und wenn Umsatz und Kosten bei dieser linearen Betrachtung in derselben Größenordnung liegen kann man das Ding bauen.

Der kalkulatorische Kapitalzins reduziert sich mit steigendem Investitionsvolumen. Mit welchem Wert KKW Betreiber rechnen kann ich nicht sagen, was ich sagen kann ist daß derart langfristige und teure Projekte nicht vereinfacht linear sondern in der Zeitschiene gerechnet werden. Was bedeutet daß sich die 4,5 Mrd. Basis CAPEX anhand der Abschreibungen und anderer Faktoren degressiv verhalten.

300 Tage ist eine unhaltbare Auslatung, das entspräche 83%.

Im Gegensatz zu "normalen" Produktionsanlagen bei denen ein ROI zwischen 1 und maximal 5 Jahren angesetzt wird um der Erfordernis nach Reinvestition in relativ kurzen Zeitspannen gerecht zu werden sind Kraftwerke generell auf 30 bis 50 Jahre Betriebsdauer ohne komplette Erneuerung angelegt.
Was die Höhe der Abschreibungen entsprechend beeinflußt.

Aber wir können mal eine kleine statische Amortisationsrechnung aufmachen, nach der statischen Formel:

t= (KE - RW) / (GvZ + AfA)
t = Amortisationsdauer
KE = Kapitaleisnsatz
RW = Rückkaufswert der Anlage (hier sagen wir mal gleich Null)
GvZ = Gewinn vor Zinsen (Zins = kalkulatorischer Zins), sagen wir 50 Mio.
Afa ist klar, sagen wir mal 20 Jahre (Durschnitt Anlagen + Gebäude, nuir überschlägig)

>>>> t = 4,5 Mrd / (50 Mio + 225 Mio) = 16,3 Jahre

Nicht vergessen, die Afa sind Kosten, sie erhöhen aber den cash flow.

Don
23.09.2008, 11:27
Und die währe? Meines Wissens kann damit nur Braunkohle gemeint sein. Sonst würden ja wohl nicht so viele neue Kraftwerke gebaut.

Oder kennst Du auch nur einen einzigen Energiekonzern in Deutschland, der konkrete Planungen für ein neues AKW hat? Dazu würden mich mal Details interessieren. Ja, natürlich ist es relativ billig wenn seit Jahrzehnten abgeschriebene Uraltmeiler weiterlaufen und der Steuerzahler für den Rückbau und die Endlagerung aufkommt.

1. Gibt es zweistellige Millardenrückstellungen der Betreiber für Rückbau und Endlagerung, an die vor nicht allzulanger Zeit ein Finanzminister namens Eichel wollte um seinen maroden Haushalt zu sanieren.
Würde dieser Drecksstaat endlich Nägel mit Köpfen machen sieht mir das nicht nach einem wirklichen Problem aus.

2. Natürlich existieren Planungen für neue KKWs. Daztu würde mich mal interessieren welcher Anlagenbetreiber so dämlich sein könnte die zu veröffentlichen solange das aufgrund gesellschaftlicher Zustände einem Selbstmord gleichkäme.
Unternehmen die traditionell Planungen über Jahrzehnte anstellen zu unterstellen sie würden blind tagesaktueller Politik nachlaufen ist naiv. Es existieren ja auch Pläne den Steinkohlebergbau mit völlig neuen Gruben wieder aufzunehmen, während die Politik noch 15 Jahre versuchen wird die alten stillzulegen. (Was größtenteils gerechtfertigt ist, nur ist es bedauerlich daß niemand gelegentlich guckt ob die Richtung noch stimmt nachdem man sich mal für einen Weg entschieden hat.)

jochen53
23.09.2008, 13:55
Dein letzter Satz ist allerdings falsch. Die Ausbringung von Schwermetallen, wenn sie vorhanden sind was ich nicht weiß, würde zu einer Anreicherung im Boden führen völlig egal ob ich das in Schilfplantagen oder auf dem Muroroa Atoll mache. Es wäre keine Option.
Die Frage ist, wie kommen die Schwermetalle in das Holz und damit in die Asche? Die müssen ja vorher im Waldboden gewesen sein und kommen bei der Aschedüngung nur wieder dahin, wo sie hergekommen sind.

Wenn die Preise für Phosphor- und Kalidünger weiter so rasant steigen und Rohmaterialien knapp werden, kommen garantiert Alternativen zum Einsatz und mögliche Grenzwerte werden entsprechend angehoben.

Oder mache ich da einen Denkfehler?

Wolf
23.09.2008, 14:37
Soviel dann zum Thema Umweltschutz.

Ein wahrer Teufelskreis.

Das Holz wird abgeholzt, um auf natürliche Weise "Strom" zu erzeugen. Dann fällen jedoch die Bäume, die das CO² aufnehmen und verarbeiten.

Super Idee....

Don
23.09.2008, 14:39
Die Frage ist, wie kommen die Schwermetalle in das Holz und damit in die Asche? Die müssen ja vorher im Waldboden gewesen sein und kommen bei der Aschedüngung nur wieder dahin, wo sie hergekommen sind.

Wenn die Preise für Phosphor- und Kalidünger weiter so rasant steigen und Rohmaterialien knapp werden, kommen garantiert Alternativen zum Einsatz und mögliche Grenzwerte werden entsprechend angehoben.

Oder mache ich da einen Denkfehler?

Nun, das geht in die Spekulation, ich wies nur auf mögliche problematische Inhaltsstoffe hin, ich weiß nicht ob sie drin sind. Allerdings entwickelt Holz beim Verbrennen durchaus noch zusätzliche Problemchemilkalien die sich auch in der Asche wiederfinden.

Eine Rezirkulation in Waldböden führt hier zur Anreicherung. Wir reden ja nicht über einen normalen Waldbrand hie und da wo das auch geschieht. Wir reden über konzentrierte industrielle Prozesse, die Vorgänge die sich normalerweise innerhalb tolerabler Grenzen bewegen potenzieren und damit zum Problem machen.

Ein weiteres Problem in Mitteleuropa, speziell Deutschland, ist die Waldstruktur die derzeit gaanz langsam wieder auf eine ursprünglichere Bepflanzung zurückgeführt wird. Diese Fichtenmonokultur kam ja erst mit der kleinen Eiszeit auf weil das Zeug vorher hier überhaupt nicht heimisch war, die Böden waren dafür noch nie sonderlich geeignet. Bei fortschreitender Erwärmung (lassen wir die Gründe mal beiseite) geht uns das Zeug ein wie die Primeln, und damit ist auch die relativ schnell nachwachsende Beholzung perdu.

Aaber davon ganz unabhängig. Dieses Jubelgeschrei über eine Hackschnitzelfeuerung als Lösung der Weltprobleme geht mir auf den Zeiger. Wir importieren inzwischen Holzpellets aus den baltischen Staaten (ich kenne in Estland einen der eine Produktion betreibt) weil man dafür halt auch nicht xbeliebigen gesammelten Abfall verwerten kann und die Wälder eigentlich schon leergefegt sind..

Wir werden was die Energieversorgung anbetrifft künftig eine dezentralere Struktur bekommen, aber wir werden keinesfalls auf die tragende Struktur der Grund und Mittellastkraftwerke der Grioßversorger verzichten können, sonst fallen wir in eine Mad Max Gesellschaft zurück. Ab einem gewissen Anteil an Klenieinspeisungen gibt es nämlich kein Verbundnetz mehr weil keiner die Netzfrequenz und Spannung dominant bestimmen kann. Elektrische Anarchie.
Wie diese Struktur aussehen wird bestimmen die Marktgesetze über Preis und Verfügbarkeit in Abhängigkeit lokaler Bestimmungen und Raumentwicklungspläne.

kotzfisch
24.09.2008, 12:05
Die Fichtenmonokultur ist keine eiszeitliche Folge, sondern menschengemachter Wahnsinn, nachdem großflächig im 19 Jahrhundert (bevor man flächendeckend auf Kohle umgestiegen ist,was (nebenbei bemerkt) den Wald gerettet hat,der Wald zu
Heiz- und sogar zu industriellen Zwecken "verbraucht" worden ist.
Der Begriff "Waldsterben" stammt aus jener zeit übrigens (Ja,ja-war alles schon mal da)

Problematisch bei der Verbrennung sind PAK (Polyaromatische Kohlenwasserstoff Verbindungen).
Was mit der Verbrennungstemperatur zu tun hat.

Und- im Gefolge der allgemeinen Hysterie:Feinstäube.

Schwermetalle? Fehlanzeige- wo bitte sollen die denn herkommen?Unsinn.

jochen53
24.09.2008, 12:15
Wenn Holz einfach im Wald verrottet oder einem Waldbrand zum Opfer fällt, entstehen auch Emissionen. Emissionsfreie Energieerzeugung gibt es nun mal nicht. Die Frage muß also lauten, wieviele Schadstoffe entstehen bei der Verbrennung von Holz im Verhältnis zu Kohle, Gas und Öl.

Übrigens wird Holzasche zunehmend als Zusatzstoff für Zement verwendet.

kotzfisch
24.09.2008, 13:10
Bei moderner Filtertechnik bei herkömmlichen fossilen (angebl.)Energieträgern ensteht im Gegensatz dazu bei der Holzfeuerung unverhältnismäßig viel Luftschadstoff.

(Ausnahme:moderne Pelletanlagen),aber wir sprechen ja wohl auch von der unregulierten Ofenheizung Holz,nicht wahr?

Natürlich ist das Ganze eine sinnlose Diskussion-es gibt weder genügend Holz ,um die BRD zu heizen,noch wächst genügend heran.Das hat man im 19 Jhd.alles schon mal ausprobiert!

Frei-denker
24.09.2008, 21:21
Nein, da steht ein Denkfehler hinter. Die Gesamtausbeute an Strom und Heizwärme ist größer, aber nicht die Stromausbeute. Bei Anwendung von Kraft-Wärme-Kopplung wird pro Brennstoffeinheit weniger Strom produziert als in einem reinen Wärmekraftwerk. .

Dazu meint Wikipedia:


So erreicht ein modernes Großkraftwerk auf Steinkohlenbasis einen Wirkungsgrad von ca. 45 Prozent. Das heißt, dass rund die Hälfte der erzeugten Energie als Abwärme anfallen, deren Nutzung als Fernwärme aber deutliche Transportverluste (10–15 %) sowie ein aufwendiges und teures Rohrleitungsnetz bedingen würde, da bei zentralen Großkraftwerken Wärmeerzeuger und Wärmeabnehmer in der Regel weit auseinanderliegen. Auch durch Umspannen und Transport der Elektrizität gehen nochmals ca. 2 bis 5 Prozent der Energie verloren. BHKW besitzen einen elektrischen Wirkungsgrad von ca. 25 bis 46 Prozent (je nach Größe und Art); der Gesamtwirkungsgrad von ca. 90 Prozent resultiert aus kombinierter Nutzung von Strom und Wärme und deren Einsatz direkt vor Ort.

Hervorhebung durch mich.
http://de.wikipedia.org/wiki/Blockheizkraftwerk

Dein Einwand stimmt also nicht.





Hinzu kommen die jahreszeitlichen Schwankungen. Im Sommer wird praktisch nur Strom gebraucht, bei Kälte dagegen sehr viel Heizenergie. Im Sommer greift der hohe Wirkungsgrad also nicht, während im Winter des öfteren die Stromerzeugung zugunsten der Heizung vermindert werden müsste - ausgerechnet dann, wenn auch die Windkraftwerke (windstilles Kältehoch) und die Solarzellen (Tageslänge und Sonneneinstrahlung) fast nichts bringen.

Die günstigen Rechungen über die Blockheizkraftwerke stimmen nämlich nur dann, wenn der Strom unabhängig vom Bedarf abgegeben werden kann, wenn also Großkraftwerke bereitstehen, die für den Ausgleich sorgen. .
Ok, im Sommer wird kein Heizwasser in den Häusern gebraucht. Sagen wir also, dass nur zur Hälfte des Jahres der Wirkungsgrad von ca. 80% erreicht wird. Dann wäre die Einsparung an Heizmaterial also die Hälfte und die daraus wiederum gewinnbare Strommenge ebenfalls die Hälfte. Weiter vorne hatte ich 16% zusätzlichen Strom berechnet, teilen wir also dies durch zwei.

Die Gesamtmenge des Stroms wäre also 48% des von dir ausgerechneten Holz-Heizwertes. Dies ist rund: 1,3*10^11 KWh.

Gemäß deiner Aussage leisten die AKWs zusammen 1,4*10^11 KWh.

Demnach könnten holzbetriebene BHKW rund 93% der AKWs ersetzen!

Schon beeindruckend, findest du nicht?

Eigentlich hätte dir bei deiner Rechnung weiter vorne bereits auffallen müssen, dass der von dir ausgerechnete Strom aus Holz schon rund 71% des AKW-Strom wäre.

Und dabei haben wir die Möglichkeit des weiteren Holzimportes noch gar nicht eingerechnet.



Es gibt weitere Probleme. Da wäre die Trocknung dieser riesigen Holzmengen und vor allem der Transport: Ein bestimmtes Volumen an Holz enthält nur etwa ein Viertel des Brennwertes wie dasselbe Volumen an Steinkohle. Dezentrale Blockheizkraftwerke würden weit entfernt von den Waldgebieten liegen und müssten per LkW beliefert werden.

Nicht berücksichtigt wird auch der jetzt schon vorhandene Bedarf an Holz, und zwar weltweit.

Brachliegende Flächen gibt es kaum noch. Da wächst jetzt Raps.
Die Transportkosten relativieren sich durch den Wegfall eines Teils der Umspannwerke durch die dezentrale Lage sowie weniger Übertragungsverluste durch Überlandverschickung des Stroms.

Je nach Größe der BHKW kann man sie auch per Güterzug beliefern.

Stichwort Holzbedarf. Sibieren und Kanada haben riesige, ungenutzte Wälder. Würde man dort sinnvolle Forstwirtschaft betreiben, wäre die Belieferung Deutschlands ein Kinderspiel.

jochen53
24.09.2008, 22:02
Vor einigen Jahren hatte die Norddeutsche Affinerie in Hamburg Pläne, ein eigenes Kraftwerk zu bauen, um vor den Preiserhöhungen der Energieriesen geschützt zu sein. Gebaut worden ist es nicht, weil aufgrund dieser Ankündigung die Stromkonzerne aus Angst vor Umsatzverlust der Affi langfristige Sonderpreise eingeräumt haben.

Es ging immerhin um ein Kraftwerk mit 250 MW (wenn ich mich recht erinnere). Und nun kommts: Dieses Kraftwerk sollte mit Holz befeuert werden! Also, ganz so abwegig ist das alles nicht.

Frei-denker
24.09.2008, 22:11
Man vergleiche auch die Brennwerte von Holz und Kohle:

Holz: 4 KWh/Kg

Rohbraunkohle: 2,2 KWh/Kg

Steinkohle: 7 KWh/Kg


Und dann soll das mit Holz nicht gehen?

Holz wächst nach - Kohle nicht.

jochen53
24.09.2008, 22:29
Holzkohle hat übrigens einen Brennwert ähnlich wie Steinkohle. Holzkohle kann auch aus landwirtschaftlichen Abfallstoffen hergestellt werden, die sonst einfach verrotten oder abgefackelt werden. Bei unseren Experimenten kommen wir selbst bei low-tec Verfahren auf Herstellungskosten im Bereich vom Steinkohle-Weltmarktpreis.

Hier gibt es 2 nette Videos aus Indien zum Thema sowie interessante Details über Bambus als Energiepflanze.

http://www.youtube.com/results?search_query=474003&search_type=&aq=f

Frei-denker
24.09.2008, 23:33
Holzkohle hat übrigens einen Brennwert ähnlich wie Steinkohle. Holzkohle kann auch aus landwirtschaftlichen Abfallstoffen hergestellt werden, die sonst einfach verrotten oder abgefackelt werden. Bei unseren Experimenten kommen wir selbst bei low-tec Verfahren auf Herstellungskosten im Bereich vom Steinkohle-Weltmarktpreis.

Hier gibt es 2 nette Videos aus Indien zum Thema sowie interessante Details über Bambus als Energiepflanze.

http://www.youtube.com/results?search_query=474003&search_type=&aq=f

Absolut fazinierend. Im Prinzip müßte man so jede Pflanzenfaser in Holzkohle mit hohem Brennwert umwandeln können.

Da kommt mir der Gedanke, ob man nicht auch z.B. Pferdemist so zu Holzkohle verarbeiten kann.

klartext
25.09.2008, 00:33
Absolut fazinierend. Im Prinzip müßte man so jede Pflanzenfaser in Holzkohle mit hohem Brennwert umwandeln können.

Da kommt mir der Gedanke, ob man nicht auch z.B. Pferdemist so zu Holzkohle verarbeiten kann.

Es gibt in Mitteleuropa weder genügend Pferdemist noch Holz. Nimm es einfach zur Kenntnis. Du baust Luftschlösser und zäumst das Pferd von hinten auf.

kotzfisch
25.09.2008, 06:38
Nein,nein:Deutschland wird ein Morgenthau Pferdezüchterland.
Und dann versorgen wir die Welt mit deutschem Pfedeapfelstrom und an deutschem Mist,wird die Welt genesen.....Blablabla


FD:
Da kommt mir der Gedanke, ob man nicht auch z.B. Pferdemist so zu Holzkohle verarbeiten kann.

Oder Menschenscheisse-zb.die von Dir, damit wäre mühelos Biblis ersetzt!

Frei-denker
25.09.2008, 07:50
Es gibt in Mitteleuropa weder genügend Pferdemist noch Holz. Nimm es einfach zur Kenntnis. Du baust Luftschlösser und zäumst das Pferd von hinten auf.

Du interpretierst Dinge in meinen Satz, die niemand gesagt hat.

Der Gedanke mit dem Pferdemist hat mit der Energieversorgung Deutschlands nichts zu tun. Er ist nur nebenbei deshalb interessant, weil viele Pferdehöfe in Deutschland Probleme mit der Entsorgung von Pferdemist haben. Letztere ist nämlich teuer. Ich weiß das, weil ich gelegentlich auf einem Pferdehof der Diakonie arbeite. Eine Verarbeitung zu Holzkohle könnte da eine Lösung der Entsorgung sein. Möglicherweise umgeht man damit auch die Notwendigkeit einer Sondergenehmigung zur Verbrennung von Pferdemist. Müßte man mal klären.

jochen53
25.09.2008, 08:08
Meines Wissens gibt es die Verwertung von Pferdemist zu Holzkohle bereits in Schweden bzw. ist das geplant. Thema hydrothermale Karbonisierung. Profitabel wird das wegen der eingesparten Entsorgungskosten.

PS: Niemand hat behauptet, dass damit die gesamte Energieversorgung Schwedens bestritten wird.

Don
25.09.2008, 09:20
Du interpretierst Dinge in meinen Satz, die niemand gesagt hat.

Der Gedanke mit dem Pferdemist hat mit der Energieversorgung Deutschlands nichts zu tun. Er ist nur nebenbei deshalb interessant, weil viele Pferdehöfe in Deutschland Probleme mit der Entsorgung von Pferdemist haben. Letztere ist nämlich teuer. Ich weiß das, weil ich gelegentlich auf einem Pferdehof der Diakonie arbeite. Eine Verarbeitung zu Holzkohle könnte da eine Lösung der Entsorgung sein. Möglicherweise umgeht man damit auch die Notwendigkeit einer Sondergenehmigung zur Verbrennung von Pferdemist. Müßte man mal klären.

Eine Diakonie hat einen PFERDEHOF????
Anscheinend geht es denen finanziell zu gut.

Ich besuchte erst kürzlich das Gestüt Marbach, dieses gehört dem Land Württemberg. Trotz weltbekannter und anerkannter Zucht, Einstellen externer Pferde und umfangreicher Veranstaltungstätigkeit erwirtschaftet dieses Gestüt grade mal 6 von den 11 Mio jährlichen Betriebskosten.

Das einzige Problem das sie nicht haben ist die Entsorgung des Pferdemistes.
Würde mich auch überraschen. Anno dunnemals liefen Kinder hinter Gäulen her, sammelten das auf und verkauften die Äpfel an Gartenbeitzer. Es gibt kaum besseren Dünger für Beete.

Ich schließe aus dem Beitrag FDs, daß er dies frei erfindet und außer in der Glotze noch nie ein Pferd gesehen hat.

lupus_maximus
25.09.2008, 10:19
Eine Diakonie hat einen PFERDEHOF????
Anscheinend geht es denen finanziell zu gut.

Ich besuchte erst kürzlich das Gestüt Marbach, dieses gehört dem Land Württemberg. Trotz weltbekannter und anerkannter Zucht, Einstellen externer Pferde und umfangreicher Veranstaltungstätigkeit erwirtschaftet dieses Gestüt grade mal 6 von den 11 Mio jährlichen Betriebskosten.

Das einzige Problem das sie nicht haben ist die Entsorgung des Pferdemistes.
Würde mich auch überraschen. Anno dunnemals liefen Kinder hinter Gäulen her, sammelten das auf und verkauften die Äpfel an Gartenbeitzer. Es gibt kaum besseren Dünger für Beete.

Ich schließe aus dem Beitrag FDs, daß er dies frei erfindet und außer in der Glotze noch nie ein Pferd gesehen hat.
Es gibt ja in Deutschland auch mehr Rindviecher als Pferde!
Bei den Linken zum Beispiel, die halten sich einen ganzen Stall voll!

FranzKonz
25.09.2008, 10:21
Es gibt ja in Deutschland auch mehr Rindviecher als Pferde!
Bei den Linken zum Beispiel, die halten sich einen ganzen Stall voll!

Und bei der CSU. Die hält sich die CDU. :D

kotzfisch
25.09.2008, 10:23
Insbesondere für Rosenbeete!Bester Dünger.Don ist zuzustimmen.

Außer in der Glotze hat FD noch nie ein Pferd gesehen.